Zur Evaluierung und Weiterentwicklung des Sexualstrafrechts wird noch im September eine Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit beginnen, bestätigte das Justizministerium am Donnerstag gegenüber der APA. Geklärt werden soll, ob hinsichtlich Missbrauchsdarstellungen gesetzlicher Handlungsbedarf bestehe. Auch Strafbestimmungen gegen Deepfakes seien neu zu regeln, kündigte Anna Sporrer (SPÖ) in einem Interview mit der „ZIB2“ Mittwochabend an. „Das werden wir jetzt in Angriff nehmen.“
Erst im Juli berichtete Europol von einem Schlag gegen ein Online-Netzwerk von Männern, die ihre Partnerinnen betäubten und dann sexuell missbrauchten. Die Aufnahmen wurden danach ins Netz gestellt – oft in frauenfeindlichen Gruppen in sozialen Medien. Dort berichteten die Männer auch über ihre Erfahrungen und gaben einander Tipps. Sie informierten auch über die Wirksamkeit der Drogen oder Betäubungsmittel und wie man sich diese beschaffen kann. Diese Verbrechen erinnern an den Fall der Französin Gisèle Pelicot. Sie war von ihrem damaligen Ehemann Dominique über knapp zehn Jahre immer wieder betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden.


