• 30.09.2026, 15:12:32
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Schilling/Grüne: 119 EU-Abgeordnete schließen sich Grünen Forderung nach mehr Schutz vor sexualisierten KI-Deepfakes an

119 EU-Abgeordnete unterstützen Brief der Grünen an Kommission und Mitgliedstaaten für konsequentes Vorgehen gegen sexualisierte Deepfakes – Nudifier-Verbot konsequent durchsetzen

Brüssel (OTS) - 

Mehr als hundert Europaabgeordnete aus den demokratischen Fraktionen des Europaparlaments haben sich einem Grünen/EFA-Appell zu mehr Schutz vor digitaler Gewalt angeschlossen. Der von der Ko-Vorsitzenden Terry Reintke und der EU-Abgeordneten Lena Schilling initiierte Brief, den auch die Fraktionsvorsitzenden von Sozialdemokraten, Liberalen und Linken unterstützen, fordert EU-Kommission und Mitgliedstaaten auf, sexualisierte KI-Deepfakes konsequent zu bekämpfen und das Verbot sogenannter Nudifier-Apps ab 2. Dezember 2026 wirksam durchzusetzen. Anlass ist eine neue Studie von AGORA Digitale Transformation, die europaweit 147 Abgeordnete auf Deepfake-Webseiten identifiziert hat, davon 138 Frauen. Auch die EU-Abgeordnete Lena Schilling ist von sexualisierten KI-Deepfakes betroffen.

Lena Schilling, Abgeordnete der Grünen im EU-Parlament fordert:

„Wenn Frauen öffentlich sichtbar werden, darf das nicht heißen, dass sie damit rechnen müssen, dass plötzlich KI-generierte Nacktbilder von ihnen im Netz auftauchen. Genau das habe ich erlebt. Sexualisierte KI-Deepfakes sind digitale Gewalt gegen Frauen und eine Bedrohung für unsere Demokratie.

Deshalb setzen wir heute gemeinsam mehr als 100 EU-Abgeordneten aus den demokratischen Fraktionen ein Zeichen: Wir müssen für den Schutz von Frauen vor digitaler Gewalt kämpfen. Für jede der 138 betroffenen Politikerinnen und für alle Frauen, die sich gegen diese Form digitaler Gewalt wehren müssen. Jede einzelne Betroffene ist eine zu viel.

Die Mitgliedstaaten müssen das EU-weite Verbot von sogenannten Entkleidungs-Apps ab 2. Dezember konsequent umsetzen. Das muss auch die EU-Kommission sicherstellen. Denn ein Verbot schützt niemanden, wenn am ersten Tag niemand da ist, der es durchsetzt.“

„Ich appelliere an die Bundesregierung: Schützt uns endlich. Sexualisierte KI-Deepfakes sind längst Realität, und Frauen dürfen damit nicht allein gelassen werden. Wenn in neun Wochen Nudifier-Apps verboten sind, muss es auch Behörden geben, die dieses Verbot durchsetzen. Worte allein schützen keine Frau im Netz.“, fordert Schilling weiter.

Hintergrund:

Der offene Brief fordert die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten insbesondere auf, das Nudifier-Verbot ab 2. Dezember konsequent durchzusetzen und sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten Behörden einrichten, die dies entsprechend kontrollieren und Anlaufstelle für Betroffene sind. Darüber hinaus fordern die Abgeordneten eine konsequente Durchsetzung des Digital Services Act gegenüber Plattformen und Suchmaschinen sowie eine Beschleunigung laufender Verfahren. Zudem fordern die Abgeordneten eine rasche Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in nationales Recht.

Rückfragen & Kontakt

Stefanie Wehlend

Pressesprecherin Lena Schilling

Telefon: +32499356375
E-Mail: [email protected]

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