- 01.10.2026, 13:26:02
- /
- OTS0165
Türen Öffnen: Bessere Beratung für gewaltbetroffene Frauen* mit Behinderungen
Wie zugänglich und hilfreich sind Beratungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen mit Behinderungen? Dieser Frage gehen FmB und Ninlil österreichweit nach.
Frauen* mit Behinderungen erleben deutlich häufiger Gewalt als Frauen ohne Behinderungen– und stoßen zugleich auf mehr Barrieren, wenn sie Schutz und Unterstützung suchen. Mit dem Projekt „Türen Öffnen“ arbeiten FmB – Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen und der Verein Ninlil an dieser Lücke.
Barrieren bestehen dabei auf mehreren Ebenen. Mancherorts fehlt es an baulicher Zugänglichkeit, häufiger an zugänglicher Information und Kommunikation. Hinzu kommt, dass gewaltbetroffene Frauen* mit Behinderungen nicht überall darauf vertrauen können, dass Beratungsstellen auch für sie da sind und ihnen mit einer anti-ableistischen und zu Behinderung informierten Haltung begegnen. In den Beratungsstellen zu Behinderung, wo Frauen* mit Behinderungen ohnehin schon andocken, fehlt oft die inhaltliche Expertise zum Thema Gewalt. „Türen Öffnen“ nimmt beide Seiten in den Blick: die Zugänglichkeit und das Wissen der Frauen- und Gewaltschutzberatung ebenso wie die Gewaltschutz-Kompetenz der Beratungen zum Thema Behinderung.
FmB und Ninlil haben die Interessen von Frauen* mit Behinderungen in die Entstehung des Nationalen Aktionsplans Gewaltschutz 2025–2029 eingebracht; auch weitere Organisationen haben daran mitgearbeitet. Eines der Ergebnisse ist die Maßnahme 8.6 „Stärkung des barrierefreien Zugangs zu Beratungsstellen für Frauen* mit Behinderungen“. Mit „Türen Öffnen“ unterstützen FmB und Ninlil die Umsetzung dieser Maßnahme – finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Projekt „Türen Öffnen“
Das österreichweite Projekt befasst sich mit den Fragen: Welche Erfahrungen mit gewaltbetroffenen Frauen* mit Behinderungen gibt es? Wie zugänglich und wie fachlich vorbereitet sind Beratungseinrichtungen? Welche Barrieren bestehen? Welche Verbesserungen sind aus Sicht der betroffenen Frauen* mit Behinderungen notwendig?
Frauen*beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen sowie Beratungsstellen für Menschen mit Behinderungen beantworten Online-Fragebögen. Ergänzend bringen in Fokusgruppen (Peer-)Expertinnen mit und ohne Behinderung ihr Erfahrungswissen ein. Frauen* mit Behinderungen sind in „Türen Öffnen“ nicht Forschungsobjekt, sondern Expertinnen*: Ihr Erfahrungswissen fließt direkt in jede Ebene des Projekts ein.
Projektziel
Aus den Ergebnissen entstehen konkrete inhaltliche Vorschläge für Schulungen, Workshops und Sensibilisierungsmaßnahmen. Langfristiges Ziel: Gewaltbetroffene Frauen* mit Behinderungen sollen hochwertige Beratung und Unterstützung leichter und selbstverständlicher in Anspruch nehmen können – und die Beratungsstellen sollen sich so weiterentwickeln, dass sie dies leisten können.
Kurzinfo Projekt „Türen Öffnen“
- Projektpartnerinnen: Ninlil – Empowerment und Beratung für Frauen mit Behinderung und FmB – Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen
- Laufzeit & Reichweite: Juli bis Dezember 2026, österreichweit
- Weitere Informationen: https://fmb-frauenmitbehinderungen.at/projekttuerenoeffnen/ & https://ninlil.at/aktuelles/projekt-tueren-oeffnen
- Finanzierung: Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Rückfragen & Kontakt
FmB - Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen
Mag.a Heidemarie Egger
Telefon: +43 660 48 38 548
E-Mail: [email protected]
www.fmb-frauenmitbehinderungen.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FRB






