JUGENDVERTRETUNG: Jugendschutz vereinheitlichen JETZT!

Die BJV präsentierte in einem Pressegespräch ihre Forderungen für ein einheitliches Jugendschutzgesetz und gab den Startschuss für ihren neuesten Youtube-Spot!.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) fordert in ihrem heutigen Pressegespräch eine Abschaffung des Gesetzes-Wirrwarrs im Jugendschutzbereich: "Beim Jugendschutzgesetz treibt der Föderalismus seltsame Blüten. Für uns ist einfach nicht nachvollziehbar, warum in Österreich nicht für alle Jugendlichen die gleichen Rechte und Pflichten gelten", so BJV-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. "Die jetzigen Regelungen sind einfach absurd. Warum darf beispielweise ein 16-jähriger Tiroler länger ausgehen als eine 16-jährige Steirerin", fragt sich Moitzi.
In einem Youtube-Spot, der ab sofort im Web verbreitet wird, stellt die BJV die absurde Situation im Jugendschutzbereich dar und macht auf ihre Forderungen für ein einheitliches Bundesjugendschutzgesetz aufmerksam:

Rauchen und Alkohol: Verkaufs- und Konsumverbot unter 16 Jahren Ausgehzeiten:
bis 12 Jahre: 22 Uhr
ab 13 Jahren: 23 Uhr
ab 14 Jahren: 1 Uhr
ab 16 Jahren: frei
Aufenthaltsverbot bis 18 Jahre in Sexshops, Nachtlokalen, Prostitutionsräumen, Peep-Shows, Swingerclubs"
Verbot des sogenannten kleinen Glücksspiels
Verbot von Veranstaltungen, Medien und Gegenständen, die
- Aggression fördern oder die Menschenwürde missachten,
- diskriminierend oder menschenverachtend sind,
- Sucht fördernd sind oder finanzielle Nachteile nach sich ziehen."

Wie auch Dr. Anton Schmid von den Kinder- und Jugendanwaltschaften belegt, braucht es ein Gesetz, das den Lebensrealitäten der Jugendlichen entspricht, damit es auch ernst genommen wird.
"Wir haben auf Basis der Kinder- und Jugendanwaltschaften Forderungen für ein einheitliches, österreichweit gültiges, Gesetz entwickelt, das zeitgemäß ist und den Lebensrealitäten der Jugendlichen entspricht", erklärt Moitzi. Im Zentrum der Umsetzung müsse die Stärkung der Selbstverantwortung von jungen Menschen stehen und nicht der Versuch, sie zu entmündigen. Die Diskussion um Jugendschutzregelungen müsse gleichzeitig mit dem notwendigen Ausbau von Präventionsmaßnahmen einhergehen. "Denn über eine law and order Politik beim Jugendschutz seien die Probleme, die Jugendliche beispielsweise mit Alkohol oder Glücksspiel haben, nicht zu lösen. Da braucht es andere Zugänge", so Moitzi.
"Der Vorschlag für ein Bundesjugendschutzgesetz liegt am Tisch. Jetzt ist Jugendminister Mitterlehner am Zug. Die Zeit ist mehr als reif für ein einheitliches Jugendschutzgesetz, das alle jungen Menschen in Österreich gleich behandelt", so Moitzi abschließend.
Link zum Videospot der Bundesjugendvertretung:
www.vereinheitlichen.at
Facebook-Gruppe: "Jugendschutz vereinheitlichen JETZT! -www.vereinheitlichen.at"

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1051

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Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
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