- 11.02.2010, 11:03:45
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Mölzer: Euro entwickelt sich zur Hochrisiko-Währung, was FPÖ-Warnungen bestätigt
Eurozone hat missliche Lage, in der sie sich befindet, selbst verschuldet - Künftig sollen nur starke Volkswirtschaften der Eurozone beitreten können
Wien (OTS) - Die EU bzw. die wirtschaftlichen starken Euroländer
werden wohl nicht umhinkommen, Griechenland finanziell zu
unterstützen, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im
Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu dem heute in Brüssel
beginnenden Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs.
"Natürlich ist das alles andere als erfreulich. Aber Finanzhilfen für
Griechenland werden wohl notwendig sein, um einen noch größeren
Schaden, nämlich eine weitere Schwächung des Euro, abzuwenden",
erklärte Mölzer.
Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass die
Eurozone die missliche Lage, in der sie sich nun befinde, selbst
verschuldet habe. "Wider alle Bedenken konnten schwache
Volkswirtschaften wie die griechische den Euro einführen. Und dass
bereits 2001, als Griechenland der Eurozone beitrat, der Verdacht
geäußert wurde, Athen hätte sich den Beitritt durch gefälschte
Budgetzahlen erschlichen, spielte damals keine Rolle. Heute aber ist
evident, dass die EU damals grob fahrlässig gehandelt hat und dass
nun starke Volkswirtschaften die Zeche werden zahlen müssen", betonte
Mölzer.
Jedenfalls hätten sich nun, so der freiheitliche Europa-Abgeordnete,
die Warnungen der FPÖ vor einer undurchdachten Erweiterung der
Währungsunion bestätigt. "Der Euro ist keine harte, sondern eine
weiche Währung. Und jetzt muss verhindert werden, dass sich der Euro
zu einer Hochrisiko-Währung entwickelt", forderte Mölzer.
Um eine Wiederholung des derzeitigen Desasters zu verhindern, müsste
insbesondere dafür Sorge getragen werden, dass künftig nur starke
Volkswirtschaften der Eurozone beitreten können, verlangte der
freiheitliche EU-Abgeordnete. "Außerdem muss verhindert werden, dass
sich in Zukunft Staaten mit gefälschten Budgetzahlen die
Euroeinführung erschleichen können", schloss Mölzer.
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