- 07.01.2010, 12:52:24
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Greenpeace-Ratgeber "Grüne Elektronik" räumt mit Schönfärberei auf
Dell-, Lenovo-, LGE- und Samsung-Produkte weiterhin mit gefährlichen Chemikalien
Las Vegas/Wien (OTS) - Im Rahmen der Consumer Electronics Show
(CES) in Las Vegas hat die Umweltorganisation Greenpeace heute die
vierzehnte Ausgabe des Ratgebers "Grüne Elektronik" vorgestellt:
Während inzwischen fast alle Produkte von Apple, Nokia und Sony
Ericsson ohne gefährliche Chemikalien gefertigt werden, enttäuschen
jene von Dell, Lenovo, LGE und Samsung.
Bei der CES in Las Vegas, der weltgrößten Messe für
Unterhaltungselektronik, präsentiert sich so manche Firma gern als
Öko-Wegbereiter. Der neue Greenpeace Ratgeber "Grüne Elektronik"
zeigt jedoch auf, welche Hersteller ihre Versprechen tatsächlich
umgesetzt haben und welche nur Schönfärberei betreiben.
Apple, Nokia und Sony Ericsson hatten den Ausstieg aus PVC
(Polyvinylchlorid) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) bis Ende
2009 versprochen und hielten ihre Ankündigungen auch ein. Zugesichert
wurde das zwar von zahlreichen anderen Firmen wie Dell, Lenovo, LGE
und Samsung ebenso, die sich dann allerdings nicht an ihre
Beteuerungen hielten und daher in der aktuellen Ausgabe der "Grünen
Elektronik" deutlich schlechter abschnitten als zuvor.
"Es wird höchste Zeit, dass auch diese Unternehmen ihre
Ankündigungen in die Tat umsetzen und auf gefährliche Chemikalien
verzichten", fordert Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin von
Greenpeace, "was nicht zuletzt aufgrund der Überarbeitung der
RoHS-Richtlinie innerhalb der EU ohnehin von großer Bedeutung ist."
Ziel dieser Richtlinie ist es nämlich, die Anzahl an gefährlichen
Stoffen in sämtlichen Elektronikgeräten zu reduzieren.
"Wirklich umweltbewusste Hersteller bieten nicht nur
Elektronikprodukte an, die frei von PVC, BFR und chlorierten
Flammschutzmitteln sind, sondern unterstützen zudem das gesetzliche
Verbot dieser gefährlichen Chemikalien", weiß Claudia Sprinz, "denn
nur so kann ein branchenweiter Ausstieg gewährleistet werden."
"2010 sollte jedenfalls ein erfreuliches Jahr werden, weil viele
neue PCs und TV-Geräte auf den Markt kommen werden, die bereits frei
von gefährlichen Chemikalien sind", setzt die Greenpeace-Sprecherin
fort. "Sogar Firmen wie Cisco, die keine Produkte für Endverbraucher
herstellen und daher gar nicht erst im Greenpeace-Ratgeber gelistet
sind, haben sich zu einem Ausstieg aus problematischen Chemikalien
verpflichtet. Für all die Unternehmen hingegen, die diese wichtige
Entwicklung auch 2010 verschlafen, wird der Zug in Richtung grüne
Elektronik dann wohl endgültig abgefahren sein", so Claudia Sprinz
von Greenpeace.
Weitere Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/elektronikranking.html
Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-6126731
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/99
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