
Das Krahuletz-Museum ist ein bedeutendes Universalmuseum im Waldviertel, es trägt den Namen des Eggenburger Forschers und Sammlers Johann Krahuletz (1848–1928). Mit seinen umfangreichen geologischen, paläontologischen und archäologischen Beständen eröffnet es einen facettenreichen Zugang zur Natur- und Kulturgeschichte des nordwestlichen Niederösterreichs. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Sonderausstellungen aus dem eigenen Fundus.
Im Bereich der Erdgeschichte werden die vielfältigen Mineralien des Waldviertels präsentiert und die Entstehung unterschiedlicher Gesteinsarten sowie der Landschaft anschaulich erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt über Jahrmillionen hinweg. Zu den herausragenden Exponaten zählen das sogenannte „Eggenburger Krokodil“, der fossile Schädel eines urzeitlichen Krokodils, sowie Skelettreste von Seekühen und Delfinen, die belegen, dass Eggenburg einst von einem Meer bedeckt war. Ergänzt wird die Sammlung durch Funde vom „Schreckenstier“, einem gewaltigen Urelefanten mit imposanten Stoßzähnen, ebenso wie durch Überreste von Mammut und Höhlenhyäne.
Die archäologische Abteilung führt zunächst in die Entwicklung des Menschen ein. Bedeutende altsteinzeitliche Funde, darunter ein Abguss der über 30.000 Jahre alten Zwillingsbestattung vom Wachtberg bei Krems, veranschaulichen die frühe Menschheitsgeschichte. Ein besonderer Höhepunkt der Jungsteinzeit ist eine Muschelhalskette, die bereits vor 7.000 Jahren bestehende Handelsverbindungen zwischen dem Waldviertel und der Adria belegt. Rekonstruktionen, etwa einer jungsteinzeitlichen Hütte oder einer bronzezeitlichen Schmiede, lassen vergangene Lebens- und Arbeitswelten lebendig werden. Funde wie keltische Goldmünzen, farbenprächtige Glasarmreifen oder eine Hirschtrense vermitteln Einblicke in die Eisenzeit, während die Gegenüberstellung des mittelalterlichen Lebens auf Burg und in der Stadt den Rundgang abrundet.
Die kulturgeschichtliche Ausstellung gewährt mit der „Röschitzer Bauernstube“ Einblicke in die bäuerliche Lebenswelt des 18. und 19. Jahrhunderts und umfasst darüber hinaus eine umfangreiche Uhrensammlung. Die Glas- und Keramikbestände präsentieren Habaner-Fayencen neben frühem Porzellan und Gläser aus der Biedermeierzeit, darunter auch zwei Kelche aus uranhaltigem, gelbgrün schimmerndem Glas.
Besondere Akzente setzen schließlich persönliche Gegenstände aus dem Besitz der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, die zu den Höhepunkten der Dauerausstellung zählen.
Derzeit sind keine Aussendungen in diesem Pressroom vorhanden.
>