• 06.11.2026, 09:37:03
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Holzheizungen sind Oberösterreichs wichtigste Raumwärmequelle

Im Land der Biomasse steigt Bioenergieeinsatz 2025 auf Rekordhoch

Wien (OTS) - 

Der Einsatz von Bioenergie in Oberösterreich ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa 8 % auf einen Rekordwert von 55 Petajoule (ca. 15,3 TWh) gestiegen, ist der neuen Energiebilanz der Statistik Austria zu entnehmen. Dieser Anstieg liegt unter anderem an der gegenüber dem bisherigen Rekordhitzejahr 2024 um 14 % gestiegenen Heizgradtagzahl im weniger heißen Jahr 2025 und am Ersatz fossiler Heizkessel durch Holzheizungen und biogene Fernwärme. Mit einem Anteil von 56 % ist Bioenergie der wichtigste erneuerbare Energieträger des Bundeslandes. Die bedeutendsten biogenen Sortimente sind mit einem Anteil von 32 % Nebenprodukte der Forst- und Holzwirtschaft, wie Hackgut oder Rinde. Hinter Scheitholz (20 %) folgen Ablaugen der Papier- und Zellstoffindustrie mit einem Anteil von 19 %. Dass der Anteil erneuerbarer Energieträger am Bruttoinlandsenergieverbrauch (BIV) 2025 von 33 % auf 30 % zurückgegangen ist, ist vor allem auf den Einbruch der Wasserkraft um 27 % im trockensten Jahr seit 65 Jahren zurückzuführen. Oberösterreichs bedeutendster Energieträger mit einem Anteil am BIV von 24 % ist Kohle aufgrund des hohen Verbrauchs in Hochöfen und Kokereien für die Eisenverhüttung. Dahinter folgen Erdgas (22 %) und Erdöl (19 %).

Nutzung hoher Holzreserven als Baumaterial und Energieressource

Oberösterreichs Wälder verfügen mit durchschnittlich 360 Vorratsfestmetern pro Hektar (AT: 335 Vfm/ha) über einen der höchsten Hektarvorräte unter den Bundesländern. Laut Oö. Klima- und Energiestrategie kann eine Ausweitung der Holznutzung den aufgrund des Klimawandels notwendigen Waldumbau unterstützen. Mit der nachhaltigen Nutzung der enormen Holzreserven als Baumaterial und Energieressource soll Oberösterreich einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit Förderprogrammen für Holzheizungen und der Nutzung regionaler Biomasse möchte sich das Bundesland gemäß der Oö. Klima- und Energiestrategie als “Land der Biomasse” positionieren. Für den Austausch fossiler Heizkessel gegen Pellets- oder Hackgutheizungen gewährt das Land einen Zuschuss von 2.900 Ꞓ, für Scheitholzheizungen 1.700 Ꞓ. Zusammen mit der neu aufgelegten Bundesförderung „Kesseltausch 2026“ ergibt dies derzeit z.B. knapp 9.000 Ꞓ Förderung beim Umstieg von einer Öl- oder Gasheizung auf Pellets. Im Jahr 2025 wurden 5.869 moderne Holzheizungen in OÖ neu installiert.

Holzheizungen klare Nummer eins

Holz ist für die oö. Haushalte mit Abstand die wichtigste Raumwärmequelle. Etwa 35 % der Raumwärme werden aus Scheitholz-, Hackschnitzel- oder Pelletsheizungen gewonnen, etwa 112.000 Haushalte verwenden eine Holzfeuerung als Hauptheizsystem. Vor allem automatische Holzsysteme sind in OÖ sehr beliebt, etwa 30 % der seit 2001 bundesweit installierten Hackgutheizungen <100 kW (19.400 Stück) und 22 % der Pelletskessel (ca. 50.000 Stück) wurden im Land ob der Enns eingebaut. Oftmals sind die installierten Holzheizungen auch „Made in Upper Austria“, denn mehr als ein Drittel der österreichischen Hersteller von Biomasseheizungen, Holzhackern und anderen Technologien zur Biomasseaufbereitung sind in OÖ ansässig.

Fernwärme aus Biomasse fast verfünffacht

Hinter Holzheizungen folgt Fernwärme mit einem Anteil von 18 % an der oö. Raumwärmeversorgung an zweiter Stelle. Die Fernwärmeerzeugung aus Biomasse hat sich seit 2005 fast verfünffacht. Der Anteil von Biomasse an der Fernwärmeproduktion liegt in OÖ bei knapp 47 %: Rund 500 Biomasseheizwerke tragen fast 30 % zur oö. Fernwärmeproduktion bei, etwa 25 Biomasse-KWK-Anlagen etwa 12 %. Dazu kommen gut 7 % aus biogenem Hausmüll. Zusammen decken Holzeinzelfeuerungen und biogene Fernwärme 43 % des oö. Raumwärmebedarfs. Rund 35 % der Fernwärme Oberösterreichs werden aus Erdgas erzeugt. In Linz stammt Fernwärme zu mehr als der Hälfte aus fossilen Gaskraftwerken.

Anzahl der Ölkessel um die Hälfte gesunken – Adieu Öl bis 2035

Der Heizölverbrauch der oberösterreichischen Haushalte ist in den letzten 20 Jahren um 47 % zurückgegangen, der Erdgasverbrauch um 40 %. Damit decken die beiden fossilen Energieträger jeweils knapp 14 % des Raumwärmebedarfs. Während die Zahl der Ölkessel seit 2003/04 um fast 100.000 auf etwa 64.000 Kessel gesunken ist, hat die Zahl der Gaskessel nur um 16.000 auf 93.000 Anlagen abgenommen. Bis 2035 will das Land Oberösterreich gemäß Oö. Klima- und Energiestrategie alle Ölheizungen auf erneuerbare Heizsysteme austauschen. Dazu soll die Kampagne „Adieu Öl“ beitragen, an der sich schon 63 Gemeinden beteiligen. Der Gebäudesektor konnte seine Emissionen seit 1990 durch Energieträgerwechsel zu erneuerbaren Heizformen und thermische Gebäudesanierung um 61 % vermindern. Diese Maßnahmen kompensierten die zunehmende Anzahl (+44 %) und Fläche (+68 %) der Wohnungen und auch den bis 2025 um mehr als ein Drittel gestiegenen Energieverbrauch im Gebäudesektor.

Zur kompletten Presseaussendung des Österreichischen Biomasse-Verbandes gelangen Sie hier:
https://www.biomasseverband.at/holzheizungen-sind-oberoesterreichs-wichtigste-raumwaermequelle/

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Österreichischer Biomasse-Verband
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Telefon: 06643082603
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.biomasseverband.at

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