• 05.11.2026, 16:45:04
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Eisenbahn-KV: 400 Betriebsrät:innen haben bei Konferenz in Wien Weichen Richtung Betriebsversammlungen gestellt

Für die Gewerkschaft vida bleiben nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden voller Inflationsausgleich und 38,5-Stunden-Woche zentrale Forderungen.

Wien (OTS) - 

Rund 400 Betriebsrät:innen aus den österreichischen Eisenbahnunternehmen haben heute bei einer Betriebsrätekonferenz in Wien den Kurs für die nächste Verhandlungsrunde festgelegt. Die dritte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für rund 55.000 Beschäftigte in 98 Eisenbahnunternehmen ist gestern gescheitert. Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte stehen geschlossen hinter dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida und sind bereit, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

„Die Betriebsrätekonferenz hat einen klaren Beschluss gefasst: Gibt es auch in der vierten Verhandlungsrunde am 10. November keine Einigung, werden in den Eisenbahnunternehmen die Weichen Richtung Betriebsversammlungen gestellt“, sagt Gerhard Tauchner, KV-Verhandlungsleiter und Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn.

Die Forderungen der vida liegen auf dem Tisch: der volle Ausgleich der rollierenden Inflation von 3,26 Prozent, die 38,5-Stunden-Woche für fairen Wettbewerb in allen Eisenbahnunternehmen und spürbare Maßnahmen zur Attraktivierung der Eisenbahnberufe.

Die Betriebsrätekonferenz hat außerdem eine klare Alternative beschlossen: Bleibt das Rahmenrecht unverändert, fordert die vida rund 3,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt: Das sind aufgeschlüsselt die rollierende Inflation von 3,26 Prozent, 0,3 Prozentpunkte, die beim Abschluss 2025 auf die Inflation gefehlt haben, und 0,3 Prozentpunkte Anteil an der Wertschöpfung 2026. „Damit liegt der Ball bei den Arbeitgebern“, betont der vida-Gewerkschafter.

„Gleiche Spielregeln für alle Eisenbahnunternehmen sind unser Auftrag. Davon rücken wir keinen Millimeter ab. Wer auf der Schiene fairen Wettbewerb will, muss auch faire Bedingungen für die Beschäftigten schaffen. Einen Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten machen wir nicht mit“, stellt Tauchner hinsichtlich der 38,5-Stunden-Woche für alles Eisenbahnunternehmen in Österreich klar.

„Wir gehen am 10. November an den Verhandlungstisch, um abzuschließen. Bewegen sich die Arbeitgeber wieder nicht, holen wir die Kolleginnen und Kollegen in Betriebsversammlungen zusammen. Dann reden wir in den Betrieben weiter. Die Arbeitgeber haben es in der Hand“, bekräftigt Tauchner abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Hansjörg Miethling
Telefon: 0664 614 57 33
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.vida.at

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