- 05.11.2026, 10:22:05
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FPÖ – Hammerl zu E-Control-Warnung: „Gaspreise verdreifacht – Bundesregierung muss endlich handeln“
FPÖ fordert Abschaffung der CO2-Steuer, Ausbau der heimischen Gasförderung und Auslösung des EU-Krisenmechanismus für russische Gasimporte
„Wenn selbst E-Control-Vorstand Alfons Haber angesichts einer Verdreifachung der Gaspreise seit Jahresbeginn von einer beunruhigenden Situation spricht, müssen bei der schwarz-rot-pinken Regierung endlich die Alarmglocken schrillen. Wir steuern auf die nächste massive Belastungswelle für Haushalte und Unternehmen zu“, erklärte heute FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.
„Gerade in dieser Situation ist es völlig unverständlich, dass die Bundesregierung mit der nationalen CO2-Steuer die ohnehin explodierenden Gaspreise zusätzlich verteuert. Wer die Bevölkerung wirklich entlasten will, muss diese künstliche Verteuerung sofort abschaffen. Es kann nicht sein, dass der Staat auch noch in der Energiekrise verdient, während sich immer mehr Menschen das Heizen kaum noch leisten können“, betonte Hammerl.
Darüber hinaus müsse die Bundesregierung auf europäischer Ebene die Auslösung des Krisenmechanismus für russische Gasimporte vorantreiben. Die EU-Verordnung sehe bei einer ernsthaften Gefährdung der Versorgungssicherheit ausdrücklich die Möglichkeit vor, Importverbote vorübergehend auszusetzen. Welches Preissenkungspotenzial zusätzliche Gaslieferungen hätten, verdeutlichte jüngst der internationale Energieexperte Johannes Benigni gegenüber der Tageszeitung „Die Presse“. Bei einer vollständigen Wiederaufnahme der technisch möglichen russischen Pipeline-Lieferungen könnte der europäische Gaspreis nach seinen Berechnungen von rund 100 auf 30 Euro je Megawattstunde sinken – ein Rückgang um 70 Prozent. „Benigni bestätigt damit, was wir seit Langem sagen. Mehr Gasangebot und mehr Wettbewerb sind der Schlüssel zu günstigeren Energiepreisen. Wir dürfen weder von Russland noch von den USA einseitig abhängig sein“, erklärte der FPÖ-Energiesprecher.
Gleichzeitig müsse Österreich endlich seine eigenen Erdgasvorkommen stärker nutzen. „Es ist doch absurd, dass wir teures Erdgas über tausende Kilometer importieren, während wir die Erschließung heimischer Vorkommen konsequent mit dem Klimaziel 2040 verhindern. Öffentlich verkündet ÖVP-Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer den Ausbau der Gasförderung, gleichzeitig hat er diesen aber durch das Ziel der Klimaneutralität in seinen Energiegesetzen bereits ausgeschlossen. Österreich braucht jetzt eine Energiepolitik, die sich an den Interessen der Bevölkerung und unserer Industrie orientiert, mit der sofortigen Abschaffung der CO2-Steuer, möglichst vielen Bezugsquellen, mehr heimischer Gasförderung und vor allem wieder leistbaren Energiepreisen“, so Hammerl.
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