- 05.11.2026, 10:04:32
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Forstökonomische Tagung der LFBÖ: Worauf es ankommt, wenn der Stamm ins Sägewerk kommt
Heute findet die Forstökonomische Tagung der Land&Forst Betriebe Österreich an der HBLA Bruck an der Mur statt. Unter dem Titel „Vom Wald ins Werk – Vom Stamm zur Bilanz: Die Sägerundholzübernahme“ zeigen Fachleute aus Forstbetrieben, Holzindustrie, Beratung und Forschung anhand konkreter Beispiele, worauf es vom Kaufvertrag über die Vermessung und Bewertung des Holzes bis zur Abrechnung ankommt.
„Das rege Interesse an unserer Forstökonomischen Tagung zeigt, dass wir mit der Sägerundholzübernahme ein Thema aufgreifen, das viele Forstbetriebe im Alltag beschäftigt. Die Vorträge geben Einblick, wie andere Betriebe bei der Holzübernahme vorgehen und welche Möglichkeiten neue Messtechniken bieten. Das hilft den Teilnehmenden, die eigenen Abläufe einzuordnen und zu beurteilen, welche Ansätze für ihren Betrieb sinnvoll sind“, sagt Paul Ehgartner, Generalsekretär der Land&Forst Betriebe Österreich.
Klare Vereinbarungen und nachvollziehbare Bewertung
Die Sägerundholzübernahme ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Verkäufer und Sägewerk. Hier werden die gelieferte Menge und die Qualität des Holzes erfasst und damit die Grundlage für die Abrechnung geschaffen. Klare Vertragsbedingungen, eine sorgfältige Qualitätsbeurteilung und verständliche Messprotokolle sind deshalb für beide Seiten wichtig. Den Rahmen dafür beleuchten Klaus Friedl von der Landwirtschaftskammer Steiermark und Erwin Treml vom Holztechnikum Kuchl mit ihrem Beitrag zum Übernahmeprozess vom Kaufvertrag bis zur Abrechnung.
Welche Bedeutung die Vorbereitung im Wald hat, zeigt sich besonders bei Laubholz. Christoph Lainer-Findeis von der Fürst Esterházy’schen Privatstiftung Lockenhaus veranschaulicht am Beispiel der Eiche, wie sich gezieltes Ablängen auf den Wert eines Stammstücks auswirken kann: Wird ein kürzeres Stück einer höheren Güteklasse zugeordnet, kann es trotz des geringeren Volumens mehr einbringen.
Digitale Technik eröffnet neue Möglichkeiten
Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Erfassung von Rundholz. Lukas Moik von der BOKU University stellt Forschungsarbeiten vor, bei denen Laserscans genutzt werden, um Holzstapel und einzelne Stämme zu vermessen. Solche Verfahren können helfen, bereitgestellte Holzmengen bereits am Waldweg zu dokumentieren und Lagerbestände zu erfassen.
Wie Dokumentation und Vermessung im Sägewerk zusammenspielen, zeigen Stefan Koch und Rene Reiterer am Beispiel des Hasslacher-Werks in Preding. Elektronische Lieferscheine und die Messdaten der einzelnen Stämme verbinden dort Anlieferung, Übernahme und Abrechnung. Für Forstbetriebe bieten diese Informationen auch die Möglichkeit, Verkäufe nachzukalkulieren und künftige Entscheidungen auf eine fundierte Grundlage zu stellen.
Mit diesen und weiteren Fachbeiträgen führt die Forstökonomische Tagung unterschiedliche Perspektiven auf die Sägerundholzübernahme zusammen. Sie bietet den Teilnehmenden Orientierung für einen Arbeitsbereich, in dem vertragliche, technische und betriebswirtschaftliche Fragen eng miteinander verbunden sind.
Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter, mit der Zielsetzung, Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren Tätigkeit zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften zusammen mehr als ein Viertel des österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne des österreichischen Getreides.
Rückfragen & Kontakt
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Paula Mayrhofer, Msc
Telefon: +43 664 1491615
E-Mail: [email protected]
Website: https://landforstbetriebe.at/
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