• 05.11.2026, 07:30:33
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Equal Pay Day 2026: UG-Vorsitzende Marion Polaschek fordert verbindliche Maßnahmen

Gleicher Lohn braucht gerechte Verteilung von Arbeit und Verantwortung

Wien (OTS) - 

Die Unabhängige Gewerkschaftsfraktion im ÖGB (UG) fordert endlich verbindliche Maßnahmen gegen die Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern.

„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit braucht mehr als Sonntagsreden. Es braucht eine gerechte Aufteilung von Erwerbsarbeit, Care-Arbeit, Einkommen und Verantwortung“, erklärt UG-Bundesvorsitzende Marion Polaschek.

Die UG fordert daher ein klares Maßnahmenpaket:

  • Karenz fair teilen: Die volle Ausschöpfung von Karenzleistungen soll daran gebunden werden, dass beide Elternteile jeweils zumindest 50 Prozent der Karenz übernehmen. Nur so werden Betreuungsverantwortung und berufliche Nachteile gerechter verteilt.
  • Geteilte Führung als Anspruch: Führungspositionen müssen auch in Teilzeit, im Jobsharing und in Tandemmodellen möglich sein. Führung darf nicht an dauernde Vollzeitverfügbarkeit gebunden werden.
  • Pensionssplitting verpflichtend machen: Wer aufgrund von Kinderbetreuung weniger oder gar nicht erwerbstätig ist, darf dafür im Alter nicht bestraft werden. Pensionssplitting für Betreuungszeiten muss verpflichtend werden.
  • Lohntransparenz aktiv durchsetzen: Beschäftigte und Betriebsrät:innen brauchen klare Informationen über Gehälter, Einstufungen und Zulagen. Einkommensberichte, geschlechtsneutrale Arbeitsbewertung und wirksame Sanktionen bei ungerechtfertigten Lohnunterschieden sind notwendig.
  • Unbezahlte Care-Arbeit verhindern: Kinderbetreuung, Pflege und Haushaltsarbeit dürfen nicht weiterhin überwiegend auf Frauen abgewälzt werden. Dafür braucht es den Ausbau öffentlicher Betreuungs- und Pflegeangebote sowie familiengerechte und planbare Arbeitszeiten.
  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung: Ab Ende des Mutterschutzes muss ein wohnortnaher, leistbarer und ganzjährig verfügbarer Kinderbetreuungsplatz garantiert sein. Fehlende Betreuung darf nicht länger Frauen aus dem Erwerbsleben drängen.
  • Sonderurlaub bei häuslicher Gewalt: Opfer häuslicher Gewalt brauchen einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub, um akute Schutzmaßnahmen zu treffen und Beratungsstellen, medizinische Versorgung oder rechtliche Unterstützung aufzusuchen.

„Der Gender Pay Gap ist kein individuelles Problem, sondern die Folge politischer und betrieblicher Strukturen“, betont Polaschek. „Care-Arbeit ist Arbeit und muss gerecht verteilt, öffentlich abgesichert und endlich sichtbar gemacht werden. Der Equal Pay Day darf nicht jedes Jahr dieselbe Mahnung bleiben – wir brauchen jetzt verbindliche Lösungen.“

Rückfragen & Kontakt

UG - Unabhängige Gewerkschaftsfraktion im ÖGB
Telefon: 01-505 19 52
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.ug-oegb.at

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