• 04.11.2026, 15:59:32
  • /
  • OTS0194

Frauenministerin Holzleitner: „Schluss mit der Geheimniskrämerei – Frauen verdienen mehr als Ausreden“

Holzleitner fordert rasche Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie: „15,5 Prozent Gehaltsunterschied sind 15,5 Prozent zu viel“

Wien (OTS) - 

„Die Umsetzungsfrist ist verstrichen. Was fehlt, ist nicht die Zeit, sondern der politische Wille. 15,5 Prozent Gehaltsunterschied sind 15,5 Prozent zu viel. Wir brauchen endlich Transparenz statt Ausreden und konkrete Maßnahmen statt Lippenbekenntnissen“, betont Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner.

Lohntransparenz ist kein Nice-to-have, sondern eine zentrale Voraussetzung für echte Einkommensgerechtigkeit. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie schafft wichtige Instrumente, um ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede sichtbar zu machen und wirksam dagegen vorzugehen. Österreich hat daher die Verpflichtung, die Richtlinie entsprechend umzusetzen.

Ein entsprechender österreichischer Gesetzesentwurf liegt seitens der zuständigen Sozialministerin längst vor und wurde noch vor Ablauf der Umsetzungsfrist in die Koordinierung eingebracht. Das Frauenministerium hat ein Instrument zur Arbeitsplatzbewertung erstellt. Die Vorarbeiten wurden also geleistet, umso wichtiger ist es jetzt, die nächsten Schritte konsequent zu setzen und die Umsetzung nicht weiter hinauszuzögern.

Auch mit der Kampagne „Gerecht oder Geschlecht“ machen wir deutlich: Es darf nicht das Geschlecht darüber entscheiden, wie viel jemand verdient. Frauen müssen für gleiche und gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt werden. Die Lohntransparenzrichtlinie ist dabei ein entscheidender Hebel, um strukturelle Ungleichheiten aufzubrechen und mehr Einkommensgerechtigkeit zu schaffen. Daran erinnert uns auch der morgige Equal Pay Day.

„Finanzielle Unabhängigkeit ist für Frauen keine Nebensache, sondern eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. In der Arbeitswelt muss Leistung zählen und nicht das Geschlecht darüber entscheiden, wie viel jemand verdient. Dafür braucht es faire Rahmenbedingungen, klare Regeln und vor allem Transparenz. Die Lohntransparenz ist ein notwendiger und längst überfälliger Schritt“, so Holzleitner.

Frauenministerin Holzleitner appelliert: „Wir können es uns nicht leisten, noch länger zu warten. Gerechtigkeit wartet nicht. Wir Frauen auch nicht.“

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Lena Manninger
Telefon: +43 664 78941377
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel