• 04.11.2026, 15:27:03
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WKÖ-Fischer zum KV Güterbeförderung: Gesamtbelastung muss wirtschaftlich tragbar bleiben

Positionen nach 1. Verhandlungsrunde noch weit auseinander – Forderung der Gewerkschaft angesichts der angespannten Situation der Branche nicht darstellbar

Wien (OTS) - 

Nach der ersten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Arbeiter:innen im Güterbeförderungsgewerbe zeigt sich die Arbeitgeberseite verwundert über den harten Kurs der Gewerkschaft vida. Denn diese beharrt auf einer Erhöhung, die der rollierenden Inflation von 3,3 Prozent entspricht und verlangt gleichzeitig weitreichende und kostenintensive Forderungen im Rahmenrecht.

„Es geht nicht um die Lohnerhöhung allein, sondern um die Gesamtbelastung für unsere Betriebe. Einzelne rahmenrechtliche Forderungen würden nach unseren überschlagsmäßigen Berechnungen Kostensteigerungen im deutlich zweistelligen Prozentbereich verursachen. Ein solches Gesamtpaket ist angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche schlicht nicht darstellbar“, betont Markus Fischer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Aus Sicht der Arbeitgeber zeigt sich zudem, dass die rollierende Inflation in Zeiten außergewöhnlicher Preisschocks kein geeigneter Automatismus für KV-Abschlüsse sein kann – vor allem auch deshalb, weil die Preissteigerungen durch externe Gegebenheiten verursacht sind. Denn dieser Wert bildet weder die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen noch Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit oder die Möglichkeiten zur Weitergabe gestiegener Kosten ab.

„Wir verweigern uns keiner fairen Lohnentwicklung. Wir sind bereit, über eine moderate Erhöhung zu verhandeln. Voraussetzung ist aber, dass auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten und die tatsächliche Leistungsfähigkeit unserer Betriebe berücksichtigt werden. Faire Löhne brauchen wirtschaftlich gesunde Unternehmen“, so der Fachverbandsobmann. Die Arbeitgeberseite steht daher für konstruktive weitere Gespräche und einen Abschluss bereit, der die Interessen der Beschäftigten und die wirtschaftliche Realität der Unternehmen gleichermaßen berücksichtigt. (PWK591/DFS)

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