- 04.11.2026, 13:16:33
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Schallmeiner/Grüne zu Impfen in Apotheken: Längst überfällig, aber warum erst jetzt?
Grüner Gesetzesantrag liegt seit März 2025 fix fertig im Parlament – Grüne fordern rasche Ausweitung per Verordnung sowie Grippe- und HPV-Impfung
„Was hat da eigentlich so lange gedauert?“, fragt der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, nach dem heutigen Ministerratsbeschluss zum Impfen in Apotheken. „Unser fix fertiger Gesetzesantrag liegt seit März 2025 im Parlament. ÖVP, SPÖ und NEOS hatten in sieben Gesundheitsausschüssen die Gelegenheit, ihn zu beschließen, und haben ihn sieben Mal vertagt. Spätestens seit der Kanzler das Impfen in Apotheken Anfang des Jahres angekündigt hat, hätte man das längst umsetzen können. Was ist heute anders als vor eineinhalb Jahren? Die Argumente sind dieselben, die Apotheken sind dieselben, die Einwände der Ärztekammer auch. Der Erfolg von Impfangeboten in Apotheken in vielen anderen Ländern ist ebenfalls derselbe. Neu ist nur, dass sich die Regierung endlich drüber traut. Gut, dass es jetzt kommt“, so Schallmeiner.
Den Entwurf werden die Grünen in der Begutachtung genau prüfen. „Wichtig ist uns, dass das Angebot leicht und rasch ausgeweitet werden kann, und zwar auf dem Verordnungsweg durch die zuständigen Minister:innen. Wir sehen in den heute präsentierten Impfungen einen guten Beginn, aber sicher nicht das Ende der Fahnenstange“, betont Schallmeiner. Ganz oben auf der Liste stehen für ihn die Grippe- und die HPV-Impfung: „Bei der Influenza sind unsere Durchimpfungsraten seit Jahren ein Trauerspiel. Und bei HPV geht es um den Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten. Da erreichen wir viele junge Menschen noch immer nicht. Wenn man in der Apotheke ab 14 Jahren impfen darf, dann gehört HPV einfach dazu. Genau hier würde ein niederschwelliges Angebot in den rund 1.400 Apotheken am meisten bringen.“
Abschließend reagiert Schallmeiner auf das von der Sozialministerin ausgerufene „Probejahr“: „Österreich braucht kein Probejahr. 19 europäische Länder haben die Probe längst bestanden. Statt weiter zu zögern, soll die Regierung im parlamentarischen Verfahren dafür sorgen, dass neue Impfungen ohne Umweg über eine weitere Gesetzesnovelle dazukommen können. Grippe und HPV gehören so rasch wie möglich dazu.“
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