- 04.11.2026, 11:12:02
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25 Jahre Bundesjugendvertretung: Anliegen junger Menschen verdienen mehr Priorität
BJV blickte mit ehemaligen Vorsitzenden und Sozialpartner*innen auf Erfolge zurück und ruft dazu auf, jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven zu geben.
Mit einer Jubiläumsfeier in der Aula am Campus der Universität Wien hat die Bundesjugendvertretung (BJV) ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Bundes-Jugendvertretungsgesetz schuf 2001 die gesetzliche Grundlage für die Interessenvertretung junger Menschen in Österreich und verankerte den sozialpartnerschaftlichen Status der BJV. Heute vertritt sie rund drei Millionen junge Menschen unter 30 Jahren und zählt über 50 Mitgliedsorganisationen.
„Seit einem Vierteljahrhundert setzen wir uns überparteilich und überkonfessionell dafür ein, dass die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehört werden und ihre Perspektiven in politische Entscheidungen einfließen. Denn junge Menschen müssen die Zukunft, die sie selbst betrifft, aktiv mitgestalten können. Das ist und bleibt unser Auftrag“, so BJV-Vorsitzender Moritz Mittermann.
Ehemalige Vorsitzende zogen Bilanz
Um auf die Bedeutung und die Erfolge der BJV zurückzublicken, waren frühere Vorsitzende zu Gast. Darunter der ehemalige Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, der mehr als zehn Jahre stellvertretender Vorsitzender des Österreichischen Bundesjugendrings, der Vorgängerorganisation der BJV, war. Er hob die wichtige Bedeutung der BJV hervor: Sie biete auch eine Plattform, auf der junge Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in den Diskurs treten können – etwas, das heute wichtiger sei denn je.
Auch Nationalratsabgeordneter Wolfgang Moitzi sowie David Ecker und Johanna Tradinik, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen 2008 und 2017 den Vorsitz der BJV innehatten, erinnerten an zentrale Meilensteine: die Vereinheitlichung des Jugendschutzes, die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre, die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung und den Beschluss des Freiwilligengesetzes. Dazu kam die erstmalige Valorisierung der Bundes-Jugendförderung 2023 – mehr als 20 Jahre nach ihrer Einführung.
„Die Vorsitzenden der vergangenen Jahre verbindet ein langer Atem, den sie bewiesen haben, um wichtige Verbesserungen für junge Menschen auf den Weg zu bringen. Ob mehr politische Beteiligung, einheitliche Rechte und Regelungen für Jugendliche oder die finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendorganisationen: Fortschritte gab es nur mit konsequentem Engagement“, sagt BJV-Vorsitzende Lejla Visnjic.
Zusammenarbeit der Sozialpartner*innen stärken
Zum Abschluss diskutierten Anna Schwabegger, BJV-Vorsitzende, Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Seniorenrats, Bettina Dorfer-Pauschenwein, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und Mario Ferrari, Vizepräsident der Arbeiterkammer Wien, über ihre Zusammenarbeit und die Bedeutung der Sozialpartnerschaft.
Dabei wurde klar: Die BJV räumt mit dem Vorurteil auf, junge Menschen seien unpolitisch, und sie bringt die Perspektive der jungen Generation in andere sozialpartnerschaftliche Organisationen und in die politische Debatte ein. Künftig will man auch gemeinsam auf Themen aufmerksam machen, die mehrere Generationen verbinden – darin waren sich alle Diskussionsteilnehmenden einig.
„Viele Herausforderungen unserer Zeit lassen sich besser bewältigen, wenn Generationen zusammenarbeiten und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Wer gemeinsame Anliegen erkennt und an einem Strang zieht, erreicht mehr und kann konkrete Verbesserungen durchsetzen“, so BJV-Vorsitzende Anna Schwabegger.
Anliegen von Kindern und Jugendlichen brauchen mehr Priorität
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Zeit vielfältiger Krisen auf: von Klimakrise und steigenden Lebenshaltungskosten über neue Herausforderungen durch Social Media und KI bis zu wachsenden Belastungen für die psychische Gesundheit. Dafür braucht es Lösungen, appelliert BJV-Vorsitzender Ahmed Naief an die Politik: „Die Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen sind der Regierung bekannt. Trotzdem werden ihre Anliegen oft nicht mit der nötigen Priorität behandelt. Das muss sich ändern, dafür machen wir uns weiterhin stark. Junge Menschen haben gute Zukunftsperspektiven verdient.”
Pressefotos zur Jubliäumsfeier gibt es hier: BJV-Presse
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