• 04.11.2026, 08:15:03
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VKI warnt vor Henna-Sommersprossen

Beauty-Trend „Fake Freckles“ im VKI Kosmetik-Check

Wien (OTS) - 

Künstliche Sommersprossen ("Fake Freckles") sind vor allem auf TikTok und Instagram ein beliebter Beauty-Trend. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) warnt jetzt vor der Anwendung von Henna-Produkten auf der Haut. Eine Überprüfung von drei online gekauften Produkten zeigte erhebliche rechtliche und kennzeichnungsbezogene Mängel. Der VKI informierte daher das zuständige Bundesamt für Verbrauchergesundheit.

Natürliches Henna nicht für die Haut zugelassen

Viele Konsument:innen halten natürliches Henna für eine unbedenkliches Produkt. Der färbende Inhaltsstoff Lawsone ist in der Europäischen Union jedoch nicht als Farbstoff für kosmetische Mittel zur Anwendung auf der Haut zugelassen. Henna darf zwar unter bestimmten Voraussetzungen als Haarfärbemittel verwendet werden, für Sommersprossen oder andere Hautbemalungen existiert jedoch keine entsprechende Zulassung.

Besonders kritisch: „Black Henna“

Noch problematischer sind Produkte, die als „Black Henna“ verkauft werden. Natürliches Henna erzeugt keine tiefschwarze Farbe. Für die schwarze Färbung werden daher zusätzliche Farbstoffe zugesetzt, häufig Para-Phenylendiamin (PPD). Dieser Stoff kann bereits nach einmaligem Kontakt Allergien auslösen und zu lebenslangen Sensibilisierungen führen.

„Für die Anwendung auf der Haut ist PPD in der EU nicht zugelassen. Produkte mit ´Black Henna auf PPD-Basis´ für Hautbemalungen dürfen daher nicht verkauft werden“, so Birgit Schiller, Kosmetik- und Chemikalien-Expertin im VKI.

Produkte mit Mängeln im Online-Handel

Der VKI überprüfte drei über Amazon angebotene Produkte: die „Golecha Henna Tube Schwarz für Körperbemalung, PPD-frei“, den „Golecha Henna-Kegel, rotbraun“ sowie das „Henna Tattoo Temporäre Tattoo Natürliche Kegel“-Set. Alle drei Produkte wurden ausdrücklich für die Anwendung auf der Haut beworben.

Bei sämtlichen Produkten fehlten wichtige gesetzlich vorgeschriebene Angaben. So waren etwa Inhaltsstofflisten unvollständig oder gar nicht vorhanden, Füllmengen fehlten ebenso wie andere verpflichtende Kennzeichnungen. Ob das untersuchte schwarze Henna tatsächlich „Black Henna“ war, ließ sich aufgrund der mangelhaften Deklaration nicht feststellen.

„Es lässt sich natürlich nicht verhindern, dass Henna-Produkte als Haarfärbemittel verkauft, von Konsument:innen aber für künstliche Sommersprossen oder andere Hautbemalungen zweckentfremdet werden. Wird vom Hersteller nicht ausdrücklich mit einer Anwendung auf der Haut geworben, können Behörden gegen diese Verwendung kaum vorgehen. Der VKI rät dennoch klar von dieser Zweckentfremdung ab: Die Sicherheit von Henna wurde für eine dauerhafte Anwendung auf der Gesichtshaut nicht bewertet, gesundheitliche Risiken können daher nicht ausgeschlossen werden“, kommentiert Schiller.

VKI-Tipp

Wer künstliche Sommersprossen verwenden möchte, sollte auf speziell dafür entwickelte Kosmetikprodukte zurückgreifen, etwa Sommersprossenstifte aus Drogeriemärkten. Von der Anwendung von Henna und insbesondere von „Black Henna“ auf der Haut rät der VKI ab.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es in der aktuellen November-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/kosmetik-check-henna-26.

Rückfragen & Kontakt

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E-Mail: [email protected]
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