• 03.11.2026, 10:36:02
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Equal Pay Day: Vier Tage Verbesserung – aber noch lange kein Grund, sich zurückzulehnen

NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister und Landesgeschäftsführerin Katja Seitner: Bei den Ursachen ansetzen – echte Wahlfreiheit und mehr Mädchen in technische Berufen

St. Pölten (OTS) - 

Der niederösterreichische Equal Pay Day fällt heuer auf den 4. November. Damit hat sich der Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um vier Tage nach vorne verschoben. Eine positive Entwicklung, die aber noch lange nicht ausreicht. Denn weiterhin bestehen deutliche Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Für den Niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) ist klar: Wir müssen dort ansetzen, wo diese Unterschiede entstehen.

Ein wesentlicher Grund liegt in der ungleichen Verteilung unbezahlter Care-Arbeit. Frauen übernehmen nach wie vor einen größeren Anteil an Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt. Das wirkt sich unmittelbar auf ihre Erwerbsbiografien, Arbeitszeitmodelle und langfristigen Einkommenschancen aus. Auch die Berufswahl spielt eine Rolle: Mädchen entscheiden sich noch immer häufiger für Lehrberufe und Branchen, in denen die Verdienstmöglichkeiten vergleichsweise geringer sind.

„Wir müssen Frauen echte Wahlfreiheit ermöglichen. Mit der NÖ Betreuungsoffensive und dem Ausbau der Kinderbetreuungsangebote setzt das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinden eine sinnvolle und wirksame Maßnahme. Sie gibt vor allem Frauen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und in welchem Umfang sie wieder ins Berufsleben einsteigen möchten“, betont NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister.

Auch die Berufswahl spielt eine entscheidende Rolle. MINT-Berufe und technische sowie handwerkliche Berufsfelder bieten häufig bessere Verdienstmöglichkeiten. Noch immer entscheiden sich Mädchen überdurchschnittlich oft für traditionelle, tendenziell schlechter bezahlte Berufsfelder. „Es ist unsere Aufgabe, überholte Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern. Die Berufswahl darf nicht von Geschlechterklischees bestimmt werden, sondern muss sich an den Interessen und Talenten junger Menschen orientieren“, erklärt NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Katja Seitner.

„Vier Tage Verbesserung sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber unser Anspruch muss deutlich höher sein. Wir wollen, dass Frauen finanziell unabhängig sind, ihre beruflichen Chancen nutzen können und im Alter nicht aufgrund ihrer Lebensentscheidungen schlechter abgesichert sind. Gleichberechtigung muss sich auch am Gehaltszettel zeigen“, so Teschl-Hofmeister und Seitner abschließend.

Rückfragen & Kontakt

NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund
Michael Heiplik
Telefon: 02742 9020 5100
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.noeaab.at

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