• 03.11.2026, 09:52:02
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Equal Pay Day: PRO-GE Frauen fordern rasche Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie

Kinderbetreuungseinrichtungen müssen auch untypische Arbeitszeiten berücksichtigen

Wien (OTS) - 

Der Equal Pay Day fällt 2026 auf den 5. November. Er markiert den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in Österreich und bezeichnet jenen Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern statistisch betrachtet bis Jahresende unbezahlt arbeiten. Für die PRO-GE Frauen sind drei Punkte wesentlich, um mehr Einkommensgerechtigkeit zu erreichen: Die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, bessere Kinderbetreuungsangebote und eine gerechtere Verteilung der unbezahlten Arbeit.

„Es ist eine Schande, dass Österreich noch immer bei der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie säumig ist. Offenbar hat die Wirtschaftsseite Angst vor mehr Offenheit bei den Lohnstrukturen“, betont die Bundesvorsitzende der PRO-GE Frauen, Elfriede Schober. Nicht gelten lassen will sie in diesem Zusammenhang auch das Bürokratieargument, denn „für die Arbeitgeberseite ist die Bürokratie vor allem dann überbordend, wenn es um Rechte für Beschäftigte geht.“ Von Seiten der Gewerkschaft werde man weiterhin darauf drängen, dass die EU-Entgelttransparenzrichtlinie bald in Österreich wirksam werde.

Beim Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen habe es zwar Fortschritte gegeben, dennoch gebe es bedeutende regionale Unterschiede, vor allem bei VIF-konformen Betreuungseinrichtungen. „Es kann nicht sein, dass in manchen ländlichen Regionen eine Vollzeitarbeit verunmöglicht wird, nur weil man nicht den passenden Betreuungsplatz findet“, sagt Schober. Neben dem Ausbau von VIF-konformen Betreuungseinrichtungen fordert sie die Verantwortlichen in Bund und Ländern auch auf, Betreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten zu schaffen, die untypische Arbeitszeiten berücksichtigen. „Arbeiterinnen sind oftmals im Schichtdienst. Nach der Geburt von Kindern verlassen viele von ihnen ihren Beruf, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht mehr gegeben ist“, so die Frauenvorsitzende.

Wenig Fortschritte gebe es auch bei der besseren Aufteilung der unbezahlten Arbeit in der Familie. „Die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen sowie Tätigkeiten im Haushalt sind noch immer weiblich. Das bestätigen sämtliche Studien. Es ist überfällig, dass hier ein Umdenken erfolgt“, betont Schober. Von der Politik fordert sie eine Bewusstseinskampagne und vonseiten der Wirtschaft müsse endlich alles dafür getan werden, dass Männer, die in Väterkarenz gehen, keine Nachteile im Berufsleben erfahren.

„Haben mehr Frauen die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten, hilft das nicht nur ihnen, sondern auch der Wirtschaft. Der Fachkräftemangel sollte ein Weckruf sein, vorhandene Potenziale bestmöglich zu nutzen“, unterstreicht die Gewerkschafterin abschließend.

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PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
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