- 02.11.2026, 12:56:32
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Arbeitsmarkt – Muchitsch: „Wir arbeiten für die Trendwende“
„Besonderer Schwerpunkt müssen ältere Arbeitnehmer:innen und Arbeitsuchende sein“
Die aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Oktober zeigen nur noch einen geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ende Oktober waren 389.941 Personen arbeitslos oder in Schulungen, das sind um 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. In wichtigen Branchen wie Bau, Verkehr, Gastro und Arbeitskräfteüberlassung ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück. Trotzdem ist für den SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch die Arbeitslosigkeit zu hoch. „Wir arbeiten mit aller Kraft für die Trendwende. Ein besonderer Schwerpunkt müssen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer und ältere Arbeitsuchende sein“, so Muchitsch heute, Montag. ****
Daher sei es so wichtig, dass die Regierung trotz Konsolidierung die Mittel für die gezielten Offensivmaßnahmen zur Beschäftigungsförderung und Qualifizierung sichergestellt habe. „Wir halten das AMS-Budget stabil und investieren gezielt in Zukunftsarbeitsplätze“, betonte Muchitsch. Und: „Wir erhöhen nicht das gesetzliche Pensionsantrittsalter, sondern investieren in gesundes, längeres Arbeiten, um das tatsächliche Pensionsantrittsalter dem gesetzlichen anzupassen.“
Muchitsch will in Sachen Beschäftigung von Älteren auch die Unternehmen in die Pflicht nehmen. Denn das Älterenbeschäftigungsmonitoring des Sozialministeriums zeigt, dass es in Österreich 230.000 Unternehmen mit Beschäftigten gibt. Von diesen haben allerdings 75 Prozent – das sind mehr als 170.000 Unternehmen - keine Mitarbeiterin und keinen Mitarbeiter über 60.
Daher hält Muchitsch ein Bonus-Malus-Modell, wie es heute ÖGB und AK vorgestellt haben, für eine gute Idee. „Ich weiß, dass Teile der Wirtschaft das nicht wollen. Aber eine Belastung wäre es nur dann, wenn ein Unternehmen partout keine Älteren beschäftigen will. Wer ältere Arbeitnehmer:innen beschäftigt, für den bringt es einen Bonus, keinen Malus.“
Das Beschäftigungsmonitoring (Daten für 2. Quartal 2026) zeigt, dass in den Altersgruppen 50 bis 54 und 55 bis 59 die Beschäftigungsquoten für Männer und Frauen hoch sind und die Arbeitslosenquote im Mittel ist. In der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen ist die Arbeitslosenquote über dem Durchschnitt (gesamt 10 Prozent, Männer 12 Prozent, Frauen 8 Prozent) und die Beschäftigungsquote unterdurchschnittlich (gesamt 40 Prozent, Männer 47,3 Prozent, Frauen 32,4 Prozent).
Zugleich zeigen die Daten, dass die Beschäftigungsquote bei 60 plus stark ansteigt. Die Beschäftigungsquote bei Frauen stieg um 14 Prozentpunkte im Vergleich zum 2. Quartal 2023. Aber auch bei den Männern stieg die Quote in dem Zeitraum um mehr als drei Prozentpunkte.
Hier der Link zu den Daten des Beschäftigungsmonitorings Älterer vom Sozialministerium:
https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Arbeitsmarktdaten/Beschaeftigungsmonitoring-Aelterer.html
(Schluss) wf/mb
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