• 02.11.2026, 11:56:02
  • /
  • OTS0098

NEOS: Bonus-Malus-System hilft den Betroffenen nicht

Gasser: „Wer glaubt, Menschen mit Strafzahlungen für Unternehmen in Beschäftigung zu bringen, glaubt auch, dass ein Strafzettel den Motorschaden behebt.“

Wien (OTS) - 

Für NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser wäre ein Bonus-Malus-System für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer nicht der richtige Weg. „Wir wollen mehr ältere Menschen in Beschäftigung bringen. Aber wer glaubt, dieses Ziel mit Strafzahlungen für Unternehmen erreichen zu können, glaubt auch, dass ein Strafzettel den Motorschaden behebt. Das Bonus-Malus-System ist das falsche Werkzeug für das eigentlich richtige Ziel. Statt neue Strafen zu erfinden, müssen wir aber endlich die tatsächlichen Probleme angehen“, so Gasser.

Die Zahlen zeigen den Handlungsbedarf: 41 Prozent der arbeitslosen über 50-Jährigen haben gesundheitliche Einschränkungen, bei den über 55-Jährigen sind es sogar 45 Prozent. Gleichzeitig wird es mit zunehmendem Alter immer schwieriger, nach einem Jobverlust wieder Fuß zu fassen. „Strafzahlungen machen keinen Arbeitslosen gesünder und schaffen keine neuen Qualifikationen. Die Menschen brauchen Unterstützung und echte Perspektiven statt pauschaler Strafandrohungen für Unternehmen“, betont Gasser.

Gasser pocht hingegen auf die im Regierungsprogramm verankerte Teilarbeitsfähigkeit: „Wir haben das richtige Werkzeug bereits in unserem Regierungsübereinkommen festgeschrieben. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Vollzeit arbeiten kann, soll die Möglichkeit bekommen, entsprechend den eigenen gesundheitlichen Voraussetzungen mit reduzierter Arbeitszeit weiterzuarbeiten oder in eine andere Tätigkeit zu wechseln. Dazu braucht es begleitend die Möglichkeit der frühzeitigen Umschulungen und eine Reform des Rehageldes. Strafzahlungen heilen keinen kaputten Rücken, schaffen keine Qualifikationen und bringen niemanden zurück in Beschäftigung.“

„Die Politik darf ihre Verantwortung nicht einfach bei den Unternehmen abladen. Bevor wir Betriebe in die Nachhilfe schicken, müssen wir unsere eigenen Hausaufgaben machen. Die richtigen Reformen liegen längst auf dem Tisch. Entscheidend ist nicht, wie viele Strafen wir verhängen, sondern wie viele Menschen wir wieder in Beschäftigung bringen“, so Gasser.

Rückfragen & Kontakt

NEOS Parlamentsklub
Presseabteilung

Telefon: 0676/4194951 (bitte nur Anrufe, keine SMS)
E-Mail: [email protected]

(Ausschließlich für Medienanfragen!
Bürger:innenanfragen bitte an [email protected] )

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel