- 02.11.2026, 10:06:02
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FPÖ – Schuh zum Erstsprachenunterricht: „Minister-Blindflug kostet 26 Millionen Euro jährlich“
Neue Anfrage belegt: Dem Ministerium fehlt die Übersicht, aber offenbar nicht das Geld – Kritik: Schüler mit Deutschmängeln fallen aus Statistik
Erstsprachenunterricht beschreibt das aktuelle Angebot an manchen Schulen, Unterrichtseinheiten in den nicht-deutschen Herkunftssprachen von Schülern zu unterrichten, beispielsweise in Türkisch, Arabisch oder Persisch. „Dafür gab der Bildungsminister 26 Millionen Euro aus. Allerdings kann er weder die Anzahl und Staatsbürgerschaft der Schüler noch die konkret angebotenen Sprachen nennen“, kritisiert FPÖ-NAbg. Harald Schuh die dürftigen Antworten auf seine parlamentarische Anfrage als „fragwürdigen bildungs- und integrationspolitischen Blindflug auf Kosten der Integration und der Kinder“.
„Wenn ein Kind mangelnde Deutschkenntnisse hat, muss man davon ausgehen, dass zu Hause der Schwerpunkt ohnehin auf einer anderen Sprache liegt. Warum sollte man diese also an einer öffentlichen Schule noch fördern?“, stellt Schuh den Unterricht in Herkunftssprachen grundsätzlich infrage. Die Steuergeld-Gießkanne fördere keine Integration, sondern bestärke Parallelgesellschaften auf Kosten der Allgemeinheit. Von den bundesweit 26 Millionen Euro fließe die Hälfte allein in die Volksschulen Wiens – also in jener Stadt, die beim Integrationsversagen stets hervorsteche. „Brisant ist dies deshalb, weil der ehemalige Bildungsstadtrat der Bundeshauptstadt nun Bildungsminister ist und von nichts wissen will“, so Schuh.
Mangelnde Deutschkenntnisse werden verschleiert
Schuh kritisiert weiter die in der Anfragebeantwortung bestätigte Praxis, den Status als „außerordentlicher Schüler“ – also den Status von Kindern, die dem Unterricht zum Beispiel aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht folgen können – automatisch nach zwei Jahren zu beenden. Dies geschehe völlig unabhängig davon, ob der Schüler ausreichend Fortschritte habe machen können oder nicht. „Die automatische Beendigung des ‚außerordentlichen Status‘ ist ein statistischer Taschenspielertrick. Man erklärt Defizite per Gesetz für beendet, anstatt sie zu beheben. So werden Probleme nicht gelöst, sondern unter den Teppich gekehrt und die wahren Zahlen über das Ausmaß der Sprachdefizite bewusst verschleiert“, erklärt Schuh.
„Ich teile jedenfalls nicht die Auffassung des Ministers, dass die Aneignung bildungssprachlicher Kompetenzen in der Erstsprache zur gesellschaftlichen beziehungsweise beruflichen Integration beiträgt“, hält Schuh fest. Die FPÖ fordert eine Umschichtung der eingesetzten Mittel. „Für alle Kinder in Österreich ist und bleibt der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache. Wir fordern einen sofortigen Stopp dieser millionenschweren Integrationsbremse und eine klare Priorität für Deutsch an unseren Schulen!“, so Schuh abschließend.
SERVICE: Hier der Link zur Anfragebeantwortung: https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/AB/6192/imfname_1784417.pdf
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