- 02.11.2026, 08:27:03
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Margaretha Lupac-Stiftung: Entscheidung zum Demokratiepreis 2026
Auszeichnung geht an Paul Lendvai und Lisa Gadenstätter
Das Kuratorium der Stiftung folgte in seiner Sitzung am 20. Oktober 2026 einstimmig den Vorschlägen der Jury. Mit der Zuerkennung des Demokratiepreises 2026 darf sich die Stiftung seit 2004 über 27 Verleihungen des Demokratiepreises freuen.
Nationalratspräsident Rosenkranz betont, dass es aus seiner Sicht ganz besonders wichtig ist, den Demokratiepreis als Anerkennung des Einsatzes für Meinungsvielfalt und die Stärkung unserer Demokratie wie auch des Parlaments zu begreifen. So wie es die britische Schriftstellerin Evelyn Beatrice Hall 1906 in ihrer Biographie über Voltaires Toleranzbegriff prägnant formulierte: "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
Paul Lendvai
Paul Lendvai ist eine bemerkenswerte und für Österreich prägende Persönlichkeit. In seiner mehr als 70-jährigen Tätigkeit stellt er als Autor und Moderator komplexe Zusammenhänge verständlich und tiefgründig dar. Sein Lebensweg und -werk stehen in herausragender Weise für die Brüche, Chancen und Herausforderungen der europäischen und österreichischen Geschichte der letzten fast 100 Jahre - immer mit dem unumstößlichen Bekenntnis zu Demokratie und Parlamentarismus. Paul Lendvai erhält den Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung für sein Lebenswerk zugesprochen.
Lisa Gadenstätter
Lisa Gadenstätter wird der Demokratiepreis für mehrere Projekte im Zusammenhang mit dem Sendungsformat DOK1 des ORF zuerkannt, insbesondere für "Das Demokratie-Experiment" und "Das große Handyexperiment". Konzeption und Durchführung dieser Formate sind jeweils wissenschaftlich fundiert, beschäftigen sich mit zentralen Fragen unseres Zusammenlebens und setzen dies ohne Belehrung für alle verständlich um. Es werden Varianten und Möglichkeiten aufgezeigt und der Wert des Kompromisses betont. Alle Beiträge eint ihre gesellschaftliche Relevanz, sie stoßen gesellschaftliche Debatten an und wirken nachhaltig wie langfristig - weit über den Ausstrahlungszeitpunkt hinaus.
Mit dem Demokratiepreis 2026 werden damit erneut Personen und Projekte ausgezeichnet, die das Gemeinsame vor das Trennende stellen und so aktiv an der Erklärung wie auch Weiterentwicklung unserer Demokratie und Freiheit arbeiten.
Margaretha Lupac-Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie
Die Stiftung vergibt seit 2004 alternierend den Demokratie- und den Wissenschaftspreis. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die das Verständnis für die Grundlagen, die Funktionsweise und die Grundwerte der österreichischen Republik fördern und die dazu beitragen, die Bedeutung von Toleranz im Diskurs über Fragen der Politik, Kunst und gesellschaftlichen Entwicklungen zu vermitteln. (Schluss) red
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