- 30.10.2026, 14:54:02
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WKÖ-Trefelik kritisiert diskutierte Verschärfung der UTP-Richtlinie
EU-Kommission überlegt Anpassungen – Bundessparte Handel sieht in Österreich keinen Bedarf und warnt vor noch mehr Regulierungen
Die UTP-Richtlinie (Unfair Trading Pratices) soll landwirtschaftliche Erzeuger vor unfairen Geschäftspraktiken schützen. In Österreich ist sie seit 2022 im Faire-Wettbewerbsbedingungen-Gesetz umgesetzt. „Und wie die Berichte des Fairnessbüros zeigen, funktioniert das System in Österreich. Weitere Verschärfungen, sprich noch mehr Regulierungen sind daher unnötig“, betont Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Beim jüngsten Treffen der EU-Landwirtschaftsminister forderten mehrere osteuropäische Mitgliedstaaten zusätzliche Regelungen. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen bestätigte Pläne der Europäischen Kommission für eine gezielte Überarbeitung der Richtlinie, da in manchen EU-Mitgliedsstaaten die Umsetzung zum Schutz der Landwirte noch nicht optimal zu laufen scheint. Ein Vorschlag wird für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 erwartet.
„Noch mehr Vorgaben schützen keine landwirtschaftlichen Betriebe. Entscheidend ist vielmehr, dass bestehende Regelungen wirksam umgesetzt werden. Österreich zeigt, dass das funktioniert“, unterstreicht Trefelik. Auch der Handelsverband Deutschland (kurz HDE) hatte sich zuletzt kritisch zu weiteren Ergänzungen geäußert und warnte vor unmittelbaren Eingriffen in die Preisbildung und vor allem vor Belastungen für die Verbraucher:innen.
„Weniger ist mehr, und nicht jede intensive Verhandlung ist als unlautere Methode zu betrachten“, stellt Trefelik klar. „Der Handel lehnt daher eine weitere Verschärfung der bestehenden Vorgaben ab.“
Gerade der von den UTP-Vorgaben betroffene Lebensmittelhandel steht angesichts sinkender Gewinnspannen, zunehmenden Wettbewerbs und der angespannten Wirtschaftslage bereits erheblich unter Druck. (PWK583/DFS)
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