- 30.10.2026, 10:25:02
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PVÖ zur E-Card-Gebühr: Klares Nein zur Belastung – aber auch Nein zur Panikmache
Gerstorfer: „Wir bekämpfen diese Gebühr seit Mai 2025. Dafür brauchen wir Fakten statt Falschmeldungen.“
Ab Mitte November zahlen erstmals auch Pensionist*innen das E-Card-Service-Entgelt. Zurzeit kursieren in sozialen Medien und Leserbriefen viele falsche Behauptungen. Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) bekräftigt seine Ablehnung und stellt die wichtigsten Punkte richtig.
„Der Ärger ist berechtigt. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, darf nicht ständig neu belastet werden. Wer aber mit falschen Zahlen Stimmung macht, verunsichert nur Menschen, die ohnehin jeden Euro umdrehen müssen“, sagt PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer.
Von Anfang an abgelehnt
Schon am 14. Mai 2025 hat der PVÖ die Gebühr öffentlich klar abgelehnt. In einem ersten Schritt haben die Senior*innenvertretungen damals erreicht, dass Bezieher*innen einer Ausgleichszulage und Menschen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, weiterhin nichts zahlen müssen. „Damit sind wir aber nicht zufrieden. Unser Ziel bleibt, dass wieder alle Pensionist*innen befreit werden“, so Gerstorfer. Auch bei den Verhandlungen zur Pensionsanpassung im September 2025 hat der PVÖ die Gebühr als besondere Belastung für Pensionist*innen thematisiert. Folgend die wichtigsten Fakten zur Neuregelung:
Nicht alle Pensionist*innen müssen zahlen
Laut Dachverband der Sozialversicherungsträger zahlen rund 1,5 Millionen Pensionist*innen die Gebühr. Wer nur die Rezeptgebühren-Obergrenze erreicht hat, ist nicht automatisch befreit. Wurde trotz Befreiung abgezogen, kann man eine Rückerstattung beantragen.
Einmal im Jahr, nicht monatlich
Die 26,85 Euro gelten für das ganze Jahr 2027, die Pension wird nicht jeden Monat gekürzt. Der Betrag wird einmal von der November-Pension einbehalten, die am 1. Dezember ausbezahlt wird.
Sonderzahlung bleibt unangetastet
Die 14. Pension wird mit der Oktober-Pension am 30. Oktober ausbezahlt und bleibt von der Gebühr unberührt. Auf das Jahr verteilt beträgt die Belastung rund 2,24 Euro im Monat. „Das macht die Gebühr zwar nicht besser, aber es zeigt: Die Sonderzahlung wird nicht gekürzt, und niemandem fehlen jeden Monat fast 27 Euro. Trotzdem zählt gerade vor Weihnachten jeder Euro. Wir raten, einzuplanen, dass die Dezember-Überweisung einmalig um 26,85 Euro niedriger ausfällt“, so Gerstorfer.
Schutz für Menschen mit wenig Geld ist nicht das Problem
Falsch ist es auch, Pensionist*innen gegen Menschen auszuspielen, die angeblich „nichts arbeiten und nichts zahlen“. Befreit sind unter anderem mitversicherte Angehörige und sozial schutzbedürftige Menschen, darunter viele Pensionist*innen, die selbst jahrzehntelang gearbeitet haben. „Das Problem ist nicht dieser Schutz. Das Problem ist, dass die allgemeine Befreiung für Pensionist*innen gestrichen wurde. Die wollen wir zurück, und zwar für alle“, betont Gerstorfer. (Schluss)
Rückfragen & Kontakt
Unabhängiger Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner, MSc
E-Mail: [email protected]
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