• 29.10.2026, 09:08:02
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Gegen Drogenschmuggel: Mandl mit Europaparlaments-Delegation in Kolumbien

Konsum von Kokain und anderen illegalen Drogen steigt in Europa stark an, Zusammenarbeit mit Kolumbien sowie Bekämpfung monetärer und gesellschaftlicher Ursachen wichtig

Bogotá/Cartagena/Brüssel (OTS) - 

Der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl kehrt heute, Donnerstag, von einem parlamentarischen Arbeitsbesuch in Kolumbien nach Europa zurück. Es handelte sich um eine Delegationsreise des Innenausschusses des Europaparlaments zum Thema der Bekämpfung des Drogenschmuggels. Mandl war der einzige Österreicher.

„Der Konsum von Kokain und anderen illegalen Substanzen steigt in Europa massiv an, auch bei uns in Österreich“, hält Mandl fest, und betont: „Diese schockierende Entwicklung zwingt uns zum Handeln. Drogenmissbrauch schadet der psychischen und der körperlichen Gesundheit. Er ruiniert viele Leben, direkt und indirekt.“

Die neun Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus sieben Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und sechs Fraktionen des Europäischen Parlaments besuchten die Hauptstadt Bogotá und die Hafenstadt Cartagena. Aus der neuen kolumbianischen Regierung traf die Delegation die Minister für Äußeres, Verteidigung und Justiz.

Auch Vertreterinnen und Vertreter von Kirche und Zivilgesellschaft sowie von UN-Organisationen wie des UNDP und des mit seinem Hauptquartier in Wien ansässigen UNODC standen auf dem Programm der Europaabgeordneten, die am Flughafen Bogotá und am Hafen Cartegena sich ein Bild von der Praxis der Kriminalitätsbekämpfung machten.

„Aus meiner Sicht stets der Höhepunkt ist das Zusammentreffen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Parlament. Im Gespräch mit den Abgeordneten des kolumbianischen Parlaments sowohl auf Regierungs- als auch auf Oppositionsseite konnten wir die Breite der Themenfelder und Aufgabestellungen erörtern“, so Mandl.

„Ein großer Teil der bei uns konsumierten illegalen Drogen hat seinen Ursprung in Kolumbien, besonders Kokain. In erster Linie sind es die Menschen Kolumbiens, die unter der organisierten Kriminalität leiden. Abertausende Tote bei der Polizei, aber auch in vielen anderen Bereichen, kostet der Kampf gegen die Drogenmafia“, erinnert Mandl.

„Die neue Regierung schlägt eine andere Gangart ein, um der organisierten Kriminalität Herr zu werden. Aber alle politischen Kräfte sowie die Einsatzkräfte bei Polizei, Armee und anderen Behörden, mit denen wir gesprochen haben, betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Europa und streben nach noch mehr davon“, berichtet Mandl.

Mandl ist überzeugt: „Diese Zusammenarbeit müssen auch wir pflegen und stärken. Das ist in unserem Interesse. Die exzellenten Kräfte von Europol und Eurojust, wenn es um Strafverfolgung geht, leisten hier sehr viel. Was zu den zentralen Lehren des aktuellen Arbeitsbesuchs gehört, ist die entscheidende Rolle der Spuren des Geldes: Wenn es gelingt, Licht in dunkle Geldflüsse zu bringen, Geldwäsche effektiv zu bekämpfen, wenn die organisierte Drogenkriminalität also nicht mehr profitabel ist, dann bekämpft man das Übel an der Wurzel. Das müssen wir anstreben und dafür braucht es neben den Sicherheitsbehörden zahlreiche andere Kräfte.“

„Sowohl in den Methoden des Drogenschmuggels als auch in der Nutzung der Digitalisierung hat das Verbrechen sich weiterentwickelt. Die Verbrechensbekämpfung - auch bei den monetären und den gesellschaftlichen Ursachen - braucht die Mittel und Ressourcen, um dem Verbrechen den Garaus zu machen“, so Mandl abschließend. (Schluss)

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