• 28.10.2026, 10:23:02
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FPÖ – Kaniak: „PVA spart auf Kosten der Patienten – notwendige Reha-Leistungen werden verweigert“

FPÖ-Gesundheitssprecher fordert eine Rückkehr zur Bewilligungspraxis nach ärztlicher Notwendigkeit und ein Ende der Genehmigungswillkür

Wien (OTS) - 

Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak äußerte heute Kritik an der gängigen Bewilligungspraxis für Rehabilitationsaufenthalte durch die Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Berichte von Betroffenen würden zeigen, dass Anträge von chronisch kranken Menschen zunehmend abgelehnt werden, selbst wenn behandelnde Fachärzte die medizinische Notwendigkeit bestätigen. Für Kaniak sei dies eine besorgniserregende Fehlentwicklung im österreichischen Sozialsystem, für die die Bundesregierung, allen voran SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann, die Verantwortung trage.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum Patienten notwendige Therapien verwehrt werden, die nachweislich ihre Arbeitsfähigkeit erhalten und ihre Lebensqualität verbessern. Die Argumentation, dass bei chronischen Krankheiten kein nachhaltiger Behandlungserfolg zu erwarten sei, ist kurzsichtig und zutiefst menschenverachtend. Damit riskiert man, dass Betroffene frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden und auf Dauer auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Das ist weder aus sozialer noch aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll“, so Kaniak.

Kritisch sehe Kaniak vor allem, dass administrative Entscheidungen ärztliche Expertisen überstimmen. „Wenn die medizinische Einschätzung von Fachärzten, die ihre Patienten am besten kennen, von Sachbearbeitern ignoriert wird, ist das eine Missachtung der ärztlichen Kompetenz. Dieses System des ‚Overrulens‘ von behandelnden Ärzten durch Kommissionen, Chefärzte und Sachbearbeiter muss ein Ende finden, denn die Gesundheit der Menschen darf nicht rein administrativen Sparzielen und Willkür untergeordnet werden. Es entsteht der Eindruck, dass hier auf dem Rücken der Schwächsten gespart wird“, erklärte Kaniak.

„Die medizinische Notwendigkeit, festgestellt durch den behandelnden Arzt, muss wieder das entscheidende Kriterium für die Bewilligung einer Reha sein. Wir Freiheitliche setzen uns dafür ein, dass Menschen, die über Jahre in unser Sozialsystem eingezahlt haben, im Krankheitsfall auch die Leistungen erhalten, die sie für ein selbstbestimmtes Leben benötigen. Das wird uns jedoch nur mit einem tiefgreifenden Systemwechsel gelingen“, stellte Kaniak abschließend klar.

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