- 28.10.2026, 10:11:32
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FPÖ – Fürtbauer: „Mehr Nächtigungen, mehr Pleiten – Österreichs Wirte kämpfen ums Überleben“
„Acht Prozent mehr Insolvenzen in Gastronomie und Hotellerie – Fürtbauer kritisiert NEOS-Schellhorns Versagen beim Bürokratieabbau“
Von Jänner bis August hat die Statistik Austria 117,89 Millionen Nächtigungen gezählt, ein Plus von 1,5 Prozent. Von Mai bis Juli gab es sogar so viele Nächtigungen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Gleichzeitig hat der KSV1870 in den ersten drei Quartalen 640 Insolvenzen in der Gastronomie und Beherbergung gezählt, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Über alle Branchen hinweg stieg die Zahl der Insolvenzen hingegen nur um 0,6 Prozent.
„Das ist das wahre Bild des Tourismusjahres 2026. Die Gäste kommen, aber sie lassen immer weniger Geld da. Die Betten sind voll, am Wirtshaustisch wird aber gespart. Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer merkt mehr als die Hälfte der Betriebe, dass die Gäste weniger konsumieren. Auch in der Hotellerie bleibt trotz mehr Nächtigungen weniger übrig, denn mehr als jeder vierte Hotelbetrieb hat heuer weniger verdient als im Vorjahr. Am Ende gehen jeden Tag mehr als zwei Gast- und Hotelbetriebe pleite. Und es trifft vor allem die Kleinen. Von 2019 bis 2025 ist rund jeder achte Betrieb im Ein- bis Drei-Sterne-Bereich verschwunden. Das sind die Familienbetriebe, die Dorfwirte und die Pensionen. Wenn diese zusperren, fehlt im Ort nicht nur ein Gasthaus. Es fehlen der soziale Treffpunkt, der Lehrplatz und der Arbeitgeber“, erklärte heute FPÖ-KMU-Sprecher NAbg. Michael Fürtbauer.
Die Ursachen benennt der KSV1870 selbst: Hohe Betriebskosten und fehlendes Personal gelten als wesentliche Belastungen. Viele Betriebe verkürzen deshalb ihre Öffnungszeiten und können dadurch kaum noch genug Umsatz erwirtschaften. Gleichzeitig verfügen zahlreiche Unternehmen über wenig Eigenkapital, ihre finanziellen Reserven sind knapp oder bereits aufgebraucht.
„Da beißt sich die Katze in den Schwanz: Kein Personal, also kürzer offen. Kürzer offen, also weniger Umsatz. Weniger Umsatz und kein finanzieller Polster mehr. Und dann reicht eine schwache Saison und der Wirt sperrt zu. Mit NEOS-Schellhorn sitzt ausgerechnet ein Gastronom als Entbürokratisierungsstaatssekretär in dieser schwarz-rot-pinken Regierung. Wenn einer weiß, wie ein Wirt nach der Sperrstunde noch Arbeitszeitlisten ausfüllt, dann Schellhorn. Trotzdem musste er Ende August selbst zugeben, dass im SPÖ-geführten Sozialministerium bei der Arbeitszeitaufzeichnung ‚noch nichts passiert‘ ist. Statt zu liefern, appelliert er jetzt per Presseaussendung an die sogenannte Reformpartnerschaft seiner eigenen Regierung, die Bürger nicht zu enttäuschen“, so Fürtbauer.
„Herr Staatssekretär, für 640 Betriebe kommt jeder Appell zu spät. Unsere Wirte brauchen keine Appelle, keine Allianzen und keine Strategiepapiere mehr. Sie brauchen weniger Aufzeichnungspflichten, eine niedrigere Einkommensteuer, niedrigere Lohnnebenkosten sowie Energiepreise, die sich ein normales Gasthaus leisten kann. Wer zahlt, schafft an und die Wirte und Hoteliers zahlen jeden Tag Steuern, Abgaben und Löhne. Es wird Zeit, dass ÖVP, SPÖ und NEOS ihnen zuhören, statt sie zu kontrollieren“, betonte Fürtbauer.
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