- 27.10.2026, 14:20:02
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Götze/Grüne zu Oxfam-Studie und Forderung der Landeshauptleute: Flugabgabe nachschärfen und Ausnahmen für Privatjets schließen
Privatjets belasten das Klima massiv - Superreiche sollten endlich einen fairen Beitrag leisten
Die Oxfam-Studie zeigt, wie stark Superreiche mit ihrem Lebensstil und ihren Investitionen die Klimakrise verschärfen. Laut Bericht verursachten Privatjets 2025 weltweit 16 Millionen Tonnen CO₂. 71 Prozent der untersuchten Investitionen von 1.000 Milliardären flossen in besonders klimaschädliche Bereiche wie Erdöl, Gas und Chemie.
„Wer besonders viel zur Klimakrise beiträgt, sollte auch stärker Verantwortung übernehmen. Wir sagen seit Langem, dass die Flugabgabe ein Gebot der Fairness ist. Die Oxfam-Studie macht einmal mehr deutlich, warum wir gerade bei den Privatjets nachschärfen sollten“, sagt Elisabeth Götze, Wirtschafts- und Verkehrssprecherin der Grünen.
Im Gegensatz dazu fordern nach Wien und Niederösterreich nun auch fünf weitere Landeshauptleute sogar die Abschaffung der Flugabgabe. „Das ist der komplett falsche Weg. Die Luftfahrt profitiert in Österreich bereits von Steuerprivilegien im Umfang von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr – vom steuerfreien Treibstoff über mehrwertsteuerfreie Tickets bis zu grundsteuerbefreiten Flughäfen. Eine Abschaffung der Flugabgabe würde wichtige Staatseinnahmen kosten und nützt vor allem den Eigentümern der Flughäfen, also Bundesländer und Investoren. Aus dem Vergleich mit Deutschland ziehen die Landeshauptleute jedenfalls den falschen Schluss“, betont Götze.
Der Vergleich mit Deutschland zeige gerade nicht, dass Österreichs Flugabgabe zu hoch sei: Deutschland hat seine Luftverkehrsteuer mit 1. Juli 2026 gesenkt. Sie beträgt nun 13,03 Euro für Kurzstrecken, 33,01 Euro für Mittelstrecken und 59,43 Euro für Langstrecken. In Österreich hingegen fallen grundsätzlich zwölf Euro pro Ticket an; nur für Flüge unter 350 Kilometern gilt eine Abgabe von 30 Euro.
„Selbst nach der Senkung sind die deutschen Sätze damit deutlich höher als der österreichische Standardsatz. Der Vergleich mit Deutschland zeigt, dass unsere Flugabgabe sogar noch Luft nach oben lässt“, betont Götze.
„Wir wollen die Sätze der Flugabgabe anpassen und Ausnahmen schließen. Auch Privatjet-Flüge sollten endlich einen Beitrag leisten. Es kann nicht sein, dass besonders klimaschädliche Flüge von der Allgemeinheit mitgetragen werden“, hält Götze fest.
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