- 27.10.2026, 12:23:32
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ÖGB zu Oxfam-Studie: „Wer die Klimakrise anheizt, muss für ihre Bewältigung zahlen“
Millionärssteuer für hohe Erbschaften und Vermögen soll sozial gerechte Energiewende finanzieren – Beschäftigte dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben
Die heute veröffentlichte Oxfam-Analyse „Disaster Divide“ zeigt, wie stark Superreiche durch ihren luxuriösen Lebensstil die Klimakrise anheizen. „Klimaschutz ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer besonders hohe Emissionen verursacht, muss auch zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. Die Rechnung darf nicht bei den Arbeitnehmer:innen landen“, sagt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth.
Laut Oxfam verursachten Privatjets weltweit 2025 insgesamt 16 Millionen Tonnen CO₂. Zusammengenommen stießen sie in nur zwei Sekunden mehr CO₂ aus als ein Mensch aus der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung im gesamten Jahr.
Steuergerechtigkeit ist Klimagerechtigkeit
„Die einen leisten sich Privatjets, die anderen bangen nach dem nächsten Unwetter um ihr Zuhause. Wir brauchen eine Millionärssteuer für hohe Erbschaften und Vermögen, damit besonders Vermögende einen angemessenen Beitrag leisten. Damit können wir unter anderem die Energiewende finanzieren und gute, klimafreundliche Arbeitsplätze schaffen“, fordert Schuberth.
Persönlicher Verzicht allein könne die Klimakrise nicht lösen. Es brauche öffentliche Investitionen und gezielte Unterstützung, damit klimafreundliches Leben für alle leistbar werde. „Wer auf Öffis umsteigen soll, braucht eine verlässliche Verbindung. Wer seine Heizung tauschen soll, muss sich das leisten können. Die Politik muss die Voraussetzungen schaffen, statt die Verantwortung auf Einzelne abzuschieben“, so Schuberth.
Auch die Beschäftigten müssen beim Umbau abgesichert werden – durch gute Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und leistbare Aus- und Weiterbildung. „Klimaschutz und soziale Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eine gerechte Energiewende darf niemanden zurücklassen“, betont Schuberth.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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