Wien (OTS) - „Wenn die FPÖ alles und jeden beschimpft, weiß man: Es ist ihr etwas unangenehm“, sagt NEOS-Klubobmann Yannick Shetty mit Blick auf den Auftritt von FPÖ-Chef Herbert Kickl am 26. Oktober. Der Nationalfeiertag ist der höchste Feiertag der Republik. Traditionell erweisen alle Parteien an diesem Tag den Rekruten am Heldenplatz ihren Respekt, also jenen jungen Menschen, die sich dazu bekennen, unser Land zu verteidigen.
„Wer gestern am Heldenplatz nach hochrangigen FPÖ-Vertretern gesucht hat, musste lange suchen – gefunden hat man den FPÖ-Chef nicht“, so Shetty. „Herbert Kickl hatte offenbar einen vollen Terminkalender: Für wüste Beschimpfungen in geübter Radikalität war Zeit. Für ein paar respektvolle Minuten am Heldenplatz hat es leider nicht mehr gereicht.“ Während alle anderen Parteien – von der ÖVP über die SPÖ bis zu den Grünen – die Parteipolitik hintangestellt und gemeinsam Stolz auf Österreich gezeigt haben, machte es sich Kickl im FPÖ-Studio gemütlich und verteilte von dort aus Boshaftigkeiten. „Wer am Nationalfeiertag lieber im Parteistudio sitzt als dem Bundesheer die Ehre zu erweisen, sollte mit Belehrungen über Heimatliebe vielleicht ein bisschen leiser sein.“
Ganz anders das Bild nur wenige Schritte weiter: Weit über 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben NEOS nicht nur im Hohen Haus besucht, sondern vor allem auch davor, auf ein Gespräch, einen Kaffee und Lebkuchen. Besonders gefragt war das NEOS Europa Village vor dem Burgtheater unter dem Motto „Echte Patrioten sind Europäer:innen“. Die Schlange war so lang wie noch nie und reichte stellenweise bis zum Parlament.
„Wir sagen von Herzen Danke: allen, die vorbeigekommen sind, für die vielen lieben Rückmeldungen und für die Geduld beim Warten“, sagt Shetty. „Gemeinsam haben wir ein rot-weiß-rotes Zeichen gesetzt und gezeigt, wie Patriotismus aussehen kann: weltoffen, menschlich und europäisch. Ich bin überzeugt: Wer Österreich liebt, will ein starkes Europa. Damit unsere Kinder hier sicher leben und überall in der EU frei reisen, arbeiten und studieren können.“
Für Shetty war der Nationalfeiertag vor allem eines: der Beweis, dass Österreich zusammenhalten kann. „Dieses Land kann sich die Hand reichen, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Die FPÖ hat gestern auf wüste Beleidigungen gesetzt, wir auf Gespräche auf Augenhöhe – gerade auch mit Menschen außerhalb der eigenen Blase. Genau dafür ist der Nationalfeiertag da: Brücken bauen statt Mauern hochziehen.“
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