- 26.10.2026, 15:30:02
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FPÖ – Ranzmaier: „Verbundenheit zu Österreich braucht keine Genehmigung aus Rom!“
FPÖ-Südtirolsprecher kritisiert italienisches Behördentheater rund um Großen Österreichischen Zapfenstreich in Bozen – Parlamentarische Anfrage angekündigt
„Wenn das Hissen der österreichischen Fahne am Bozner Waltherplatz zum Behördenproblem wird und traditionelle Ehrensalven kurzfristig eingeschränkt werden sollen, ist eine klare Antwort aus Wien überfällig. Südtirols Verbundenheit mit Österreich ist keine genehmigungspflichtige Gesinnung!“, reagierte der freiheitliche Südtirolsprecher NAbg. Christofer Ranzmaier auf die von Landeskommandant Christoph Schmid geschilderten behördlichen Hindernisse im Vorfeld des Großen Österreichischen Zapfenstreichs am 25. Oktober auf dem Bozner Waltherplatz. „Dieses herabwürdigende Behördentheater ist inakzeptabel. Wer friedlich seine Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringt, verdient Respekt!“
„Bereits rund um die Olympischen Winterspiele mussten wir erleben, welche Aufregung das schlichte Bekenntnis zur historischen Wahrheit und zur Identität Südtirols bei Italiens Offiziellen auslöst. Die damalige Aktion ‚Grüß Gott in Tirol‘ hieß Gäste willkommen und machte unsere gemeinsame Heimat sichtbar. Ein ‚TIROL‘-Schriftzug auf einer privaten Wiese in Vintl brachte einer Bäuerin sogar eine Verwaltungsstrafe ein – unter Berufung auf die Straßenverkehrsordnung. Die rechtliche Beurteilung ist Sache des Gerichts. Politisch ist für mich klar: Tiroler Heimatbewusstsein und nun auch die Verbundenheit zur Republik Österreich als Vaterland der deutsch- und ladinischsprachigen Volksgruppe im Tiroler Süden darf nicht unter Generalverdacht geraten“, betonte Ranzmaier.
Politische Mitverantwortung sieht der freiheitliche Südtirolsprecher auch bei der SVP: „Die SVP muss offenlegen, welche konkreten Schritte sie gegenüber den zuständigen Stellen gesetzt hat und warum solche Schikanen trotz ihrer jahrzehntelangen Regierungsverantwortung immer wieder möglich sind. Wer die Interessen der Heimat vertreten will, muss gegenüber Rom auch Konflikte austragen. Einzelne kritische Wortmeldungen reichen nicht, wenn die politische Konsequenz ausbleibt. Südtirol braucht eine Führung mit Rückgrat, die derartige Provokationen durch italienische Behörden nicht einfach zur Kenntnis nimmt!“
„Eine österreichische Fahne und gelebtes Tiroler Brauchtum müssen in Südtirol selbstverständlich Platz haben. Unsere Verbundenheit endet nicht am Brenner. Wer die Autonomie ernst nimmt, muss auch die Identität respektieren, deren Schutz ihr wesentlicher Auftrag ist. Unsere Geschichte und unsere kulturelle Zugehörigkeit stehen nicht zur Disposition italienischer Amtsstuben“, stellte Ranzmaier klar.
Dem Südtiroler Schützenbund gratuliert Ranzmaier ausdrücklich zur gelungenen Veranstaltung: „Dieser erste Große Österreichische Zapfenstreich in Bozen hat mir wirklich Gänsehaut beschert. Die Musik, die Gestaltung und das gemeinsame Bekenntnis zu Tirol und Österreich waren zutiefst bewegend. Mein herzlicher Dank gilt Landeskommandant Christoph Schmid, Bundesgeschäftsführer Egon Zemmer, allen Schützen und Marketenderinnen, den Musikanten und allen, die an dieser würdevollen Feier beteiligt waren. Ihr habt einen würdigen Festakt geschaffen und eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig unsere Verbundenheit trotz Unrechtsgrenze am Brenner ist.“
„Ich werde zu den geschilderten Vorgängen jedenfalls eine parlamentarische Anfrage an die österreichische NEOS-Außenministerin Meinl-Reisinger einbringen. Sie muss bei den zuständigen italienischen Stellen klären lassen, auf welcher Grundlage das Hissen der österreichischen Fahne zum Behördenproblem wurde und die traditionellen Ehrensalven eingeschränkt werden sollten. Österreich trägt für Südtirol eine besondere historische und politische Verantwortung. Unsere Schutzfunktion darf keine Sonntagsformel sein. Sie muss sich gerade dann bewähren, wenn das Eintreten für Südtirol unbequem wird“, so Ranzmaier abschließend.
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