- 25.10.2026, 10:51:02
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Götze/Grüne: Halbherzige Preisbremse beim KlimaTicket – es braucht eine echte Öffi-Preisbremse
Grüne fordern Preisstopp für regionale KlimaTickets und Jahreskarten – Öffi-Fahren muss leistbar bleiben
„Vor zwei Wochen wollte Minister Hanke das KlimaTicket noch kräftig verteuern, jetzt zieht die Regierung nach massivem Druck unsererseits zumindest etwas die Bremse. Aber eine echte Öffi-Preisbremse schaut anders aus: Wer klimafreundliche Mobilität fördern will, darf Öffi-Fahren nicht ständig teurer machen. Unser Antrag dazu liegt im Nationalrat“, sagt Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen.
„Auch mit der heutigen Ankündigung wird das KlimaTicket 2027 wieder teurer und kostet dann rund 1.430 Euro. Das ist fast ein Drittel mehr als bei seiner Einführung. Während bei hohen Spritpreisen rasch Entlastungen diskutiert werden, werden Öffi-Nutzer:innen immer wieder zur Kasse gebeten. Wir brauchen endlich eine echte Öffi-Preisbremse statt halbherziger Einzelmaßnahmen“, meint Götze.
Besonders dringend sei ein Preisstopp bei den regionalen KlimaTickets und Jahreskarten. „Salzburg zeigt, dass leistbare Öffis möglich sind. In Wien hingegen ist die Jahreskarte auf 467 Euro gestiegen und in Oberösterreich kostet das KlimaTicket inzwischen sogar 703 Euro, . Es kann nicht sein, dass Menschen, die klimafreundlich unterwegs sind, dafür immer tiefer in die Tasche greifen müssen.“
Die Grünen fordern daher einen Preisstopp 2027 für alle regionalen KlimaTickets und Jahreskarten sowie mittelfristig eine echte Öffi-Preisbremse mit gedeckelten Ticketpreisen und Freifahrt für Menschen mit kleinem Einkommen. „Die Regierung muss dafür sorgen, dass Öffi-Fahren die leistbare Alternative bleibt. Klimaschutz darf keine Frage des Kontostands sein. Die heutige Ankündigung ist ein erster Schritt – jetzt braucht es endlich eine umfassende Öffi-Preisbremse“, hält Götze fest.
Späte Einsicht zeigt die Regierung beim eigenen Beitrag zur Inflationsspirale. „Im vergangenen Jahr hat die Regierung die Gebühren für das Ausstellen von Dokumenten, wie beispielsweise Reisepass, Personalausweis und Führerschein, um rund 50 Prozent erhöht und damit die Inflation selbst kräftig angekurbelt. Im internationalen Vergleich sind wir damit eines der teuersten EU-Ländern. Die Tarife heuer nicht anzupassen, ist da gerade ein Tropfen auf den heißen Stein“, meint Götze.
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