• 24.10.2026, 08:03:03
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FPÖ – Kolm: „Sandoz zeigt, wohin Preisdiktat führt!“

Letztes vollständig integriertes Penicillin-Werk Europas steht im Tiroler Kundl vor ungewisser Zukunft

Wien (OTS) - 

Das letzte vollständig integrierte Penicillin-Werk Europas im Tiroler Kundl steht angesichts der Konkurrenz aus China vor einer ungewissen Zukunft. Laut der dortigen Standortleiterin könne das Werk mit den deutlich niedrigeren Produktionskosten in China kaum mehr mithalten, wodurch Europa bei einer Schließung des Standorts bei diesem lebenswichtigen Antibiotikum vollständig von Peking abhängig wäre. „Wenn Europas letztes vollständiges Penicillin-Werk gegen China nicht mehr bestehen kann, dann ist das kein Marktversagen, sondern Regierungsversagen – es ist das Ergebnis wirtschaftspolitischer Fehlsteuerung“, so FPÖ-Wirtschaftssprecherin NAbg. Dr. Barbara Kolm zur Warnung von Sandoz in Kundl.

„Wo der Staat als Einkäufer nur auf den niedrigsten Preis schaut, wandert die Produktion dorthin ab, wo sie am billigsten ist. Sandoz sagt selbst, dass sich Kundl zu diesen Preisen nicht mehr trägt. Dazu kommen Industriestrompreise, die in Österreich noch über dem EU-Schnitt liegen. Und der liegt laut Internationaler Energieagentur schon fast 50 Prozent über dem chinesischen Niveau. Allein bei den Netzkosten liegt Österreich im EU-Vergleich weit hinten. Das ist hausgemachte übereifrige Klimapolitik und nicht aus Peking importiert“, erklärte Kolm.

„Erst vor drei Jahren sind 50 Millionen Euro öffentliches Steuergeld in den Ausbau des Werks geflossen, und jetzt steht eine Antidumping-Untersuchung mit möglichen Strafzöllen im Raum. Dass sich das Unternehmen wehrt, ist verständlich. Aber die Spirale aus ewigen Förderungen und europäischer Abschottung löst kein einziges Strukturproblem. Wer Kundl halten will, muss an die Ursachen: eine Beschaffung lebenswichtiger Medikamente, die nicht nur auf den Billigstpreis schaut, weniger Regulierung, niedere und wettbewerbsfähige Lohnnebenkosten. Ein Appell der ÖVP-Tirol nach Brüssel ersetzt nicht die überfälligen Reform-Hausübungen der ÖVP-geführten Bundesregierung“, so Kolm abschließend.

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