- 23.10.2026, 12:55:03
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FPÖ – Kaniak: „Schwerwiegende Mängel bei der Beschaffung von Grippe-Impfstoffen und Gürtelrose nehmen kein Ende“
Zentralistische Beschaffung durch Gesundheitsministerium ist problematisch – FPÖ fordert den Einkauf über den Pharmagroßhandel
Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak äußerte heute Kritik an den fortdauernden Engpässen bei der Versorgung mit Grippeimpfstoffen in Österreich. Die Situation sei eine direkte Folge der Umstellung auf ein zentralistisches Beschaffungssystem durch das vormals grüne und nun rote Gesundheitsministerium. „Die Entscheidung, von der bewährten Versorgung durch den Pharmagroßhandel abzugehen und die Impfstoffbeschaffung zu zentralisieren, erweist sich seit langem schon als Fehlentscheidung. Anstatt einer sicheren Versorgung sehen wir nun Lieferverzögerungen und Mangelware, was für den Bürger und die Ärzteschaft gleichermaßen frustrierend ist. Die anrollende Grippewelle bleibt vor geplatzten Impfterminen nicht stehen“, so Kaniak.
„Wir steuern sehenden Auges auf das nächste klägliche Scheitern des staatlichen Zentralismus zu. Anstatt auf das bewährte und flexible System des Pharmagroßhandels zu vertrauen, beharrt Schumann auf den staatlichen zentralen Einkauf. Das Ergebnis bleibt damit weiterhinein Totalausfall. Die zuständige SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann hat offensichtlich aus den letzten Jahren nichts gelernt, oder es ist ihr schlichtweg egal. Was aber am wahrscheinlichsten ist: sie kann oder will es einfach nicht“, stellte Kaniak klar.
„Der Pharmagroßhandel beweist tagtäglich seine Fähigkeit mit der Besorgung von Medikamenten und kann damit auch eine verlässliche und flexible Verteilung von Impfstoffen sicherstellen. Die Beschaffung von Pharmazeutika durch das SPÖ-Ministerium á la DDR führt nur zu starren Strukturen und vermeidbaren Versorgungslücken. Es ist besorgniserregend, dass Schumann die offensichtlichen und sich jährlich wiederholenden Nachteile dieses zentralistischen Ansatzes in Kauf nimmt. Dabei betrifft es nicht nur die Grippeimpfdosen, sondern auch die so groß beworbene Schutzimpfung vor Herpes Zoster, also der Gürtelrose“, erklärte Kaniak.
Besonders kritisch sei die aktuelle Lage in den Ordinationen, wo vorhandene Impfstoffe aufgrund bürokratischer Hürden nicht für alle Altersgruppen freigegeben werden, während gleichzeitig der vorgesehene Standardimpfstoff fehlt. „Es ist für niemanden nachvollziehbar, warum ein zugelassener und lagernder Impfstoff einer 55-jährigen Patientin nicht verabreicht werden darf, nur weil die Vorgaben des kostenlosen Impfprogramms zu starr sind. Eine solche unflexible Vorgehensweise schadet dem Vertrauen in das Gesundheitssystem und führt dazu, dass Impfbereitschaft ungenutzt bleibt“, so Kaniak.
Die mangelnde Kommunikation des Gesundheitsministeriums zu den Lieferproblemen verschärfe die Unsicherheit zusätzlich. „Wir benötigen eine umgehende Rückkehr zum etablierten und funktionierenden Beschaffungsweg über den Pharmagroßhandel, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Gesundheitsministerin ist aufgefordert, die notwendigen Schritte einzuleiten, um dieses Problem zu lösen. Österreichs Gesundheitsversorgung benötigt Verlässlichkeit statt sozialistischer Experimente, die zu Lasten von Patienten und Ärzten gehen“, forderte Kaniak abschließend.
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