- 23.10.2026, 10:43:02
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WKÖ-Rainer zu Saisonierverordnung: „Unser Tourismus braucht Lösungen statt politischer Blockaden“
Gastronomie-Fachverbandsobmann fordert rasche praxistaugliche Regelung – Leistungsfähigkeit der Betriebe, Qualität des Angebots und regionale Lebensqualität stehen auf dem Spiel
„Wer die Leistungsfähigkeit und die hohe Qualität des österreichischen Tourismus erhalten will, muss auch dafür sorgen, dass unsere Betriebe über die notwendigen Arbeitskräfte verfügen. Wir brauchen hier eine vernünftige und rasche Lösung – keine politischen Grabenkämpfe“, betont Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), angesichts der stockenden Verhandlungen über die Saisonkontingentverordnung für 2027. Für Rainer ist klar: „Das Thema eignet sich weder für politischen Populismus noch für die romantische Vorstellung, wir könnten den gesamten saisonalen Arbeitskräftebedarf allein im Inland abdecken. Natürlich müssen wir jedes verfügbare heimische Potenzial bestmöglich nutzen. Aber gerade in touristischen Spitzenzeiten reicht dieses schlicht nicht aus.“
Die Gastronomie brauche daher einen verlässlichen und bedarfsgerechten Zugang zu internationalen Saisonarbeitskräften. „Wir brauchen Saisonkontingente in einem Umfang und einer Ausgestaltung, die den betrieblichen Realitäten gerecht werden. Das ist keine Frage von Bequemlichkeit, sondern Voraussetzung dafür, dass wir unsere Gäste weiterhin auf hohem Niveau betreuen und unsere Stammbelegschaften entlasten können“, so Rainer. Dabei gehe es um weit mehr als einzelne Betriebe: „Wenn Arbeitskräfte fehlen, leiden zuerst die Betriebe. Sie müssen Öffnungszeiten reduzieren, Angebote einschränken oder schlimmstenfalls zusperren. Dann verliert die gesamte Branche an Leistungsfähigkeit und Qualität. Und letztlich trifft es den Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität in vielen heimischen Regionen. Denn ein Gasthaus, das zusperrt, fehlt nicht nur den Gästen, sondern auch den Menschen vor Ort.“
Rainer appelliert daher an alle Beteiligten, rasch Planungssicherheit zu schaffen: „Wer Qualität, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung sichern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Unsere Betriebe brauchen keine ideologischen Debatten, sondern eine verlässliche, praktikable Lösung in Form eines jährlichen Grundkontingents von 5.500 Plätzen sowie eines Westbalkankontingents von 2.500 Plätzen mit der Möglichkeit zur Überziehung. Und zwar jetzt.“ (PWK572/EL)
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