- 22.10.2026, 16:59:02
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Götze/Grüne: Halbherzige Preisbremse beim KlimaTicket bestenfalls ein erster Schritt
Grüne kritisieren, dass das KlimaTicket 30 Prozent mehr kostet als bei der Einführung und erneut teurer wird – fordern Preisstopp für regionale KlimaTickets
„Vor zwei Wochen wollte Minister Hanke das KlimaTicket noch einmal kräftig verteuern. Heute zieht die Regierung zumindest halbherzig die Bremse. Das ist kein Geschenk der Regierung. Das ist das Ergebnis von Druck – von uns Grünen und von hunderttausenden Menschen, die jeden Tag in Bus und Bahn sitzen und sich das nicht länger gefallen lassen“, sagt Elisabeth Götze, Mobilitätssprecherin der Grünen, zur heute angekündigten Preisbremse beim KlimaTicket Österreich.
Ein Grund zum Feiern ist das noch nicht. Auch mit Bremse wird das KlimaTicket 2027 wieder teurer. Beim Start kostete es 1.095 Euro, bald sind es rund 1.430 Euro. „Während man bei den Spritpreisen schnell eingegriffen hat, wurden Öffi-Fahrer:innen im Regen stehen gelassen. Wir bleiben dran, damit Öffifahren wieder zur günstigen Alternative wird“, so Götze.
Für die meisten Pendlerinnen und Pendler zählt ohnehin die Jahreskarte im eigenen Bundesland. Dort ist die Lage teils dramatisch. In Oberösterreich kostet das KlimaTicket nach einem Preissprung von fast 19 Prozent inzwischen 703 Euro, so viel wie nirgends sonst in Österreich. In Wien stieg die Jahreskarte von 365 auf 467 Euro.
„Salzburg zeigt, dass es geht: Dort bleibt das KlimaTicket 2027 bei 399 Euro. Wenn das in Salzburg möglich ist, hat kein anderes Bundesland eine Ausrede. Wer jetzt trotzdem erhöht, hat sich entschieden – gegen die Billa-Kassiererin, die aus dem Mühlviertel pendelt, gegen den Hackler, der jeden Tag nach Linz fährt, gegen alle, die das Richtige tun und dafür auch noch draufzahlen“, sagt Götze.
Deutliche Worte richtet sie an die Verantwortlichen in Oberösterreich und Wien: „In Oberösterreich sitzt mit Günther Steinkellner die FPÖ am Öffi-Hebel. Die FPÖ redet gern vom kleinen Mann. Beim Öffifahren lässt sie ihn so viel zahlen wie nirgends sonst in Österreich. Und an die SPÖ: Wenn eure Verkehrssprecher im Bund sagen, Öffis haben leistbar zu sein, dann gilt das auch im Wiener Rathaus.“
Die Grünen fordern einen Preisstopp 2027 für alle regionalen KlimaTickets und Jahreskarten. Mittelfristig fordern sie eine echte Öffi-Preisbremse mit gedeckelten Preisen und Freifahrt für Menschen mit kleinem Einkommen.
„Das KlimaTicket war ein Versprechen: Klimafreundlich unterwegs zu sein, hängt nicht vom Kontostand ab. Dieses Versprechen lassen wir uns nicht nehmen. Heute hat sich gezeigt: Druck wirkt. Also machen wir weiter – Bundesland für Bundesland“, schließt Götze.
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