- 22.10.2026, 12:56:32
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FPÖ – Schmiedlechner zu Lagerhaus: „ÖVP-Hauer redet sich heraus, der Bauernbund schweigt und die Führung klammert sich an Posten“
„Standorte verschwinden, Arbeitsplätze gehen verloren und die Verantwortlichen schulden Kunden, Bauern und Mitarbeitern endlich Antworten“
„Während Lagerhaus-Standorte geschlossen werden und Arbeitsplätze verloren gehen, wirft mir ÖVP-LAbg. Hermann Hauer Poltern vor. Herr Hauer, Transparenz einzufordern, ist kein Poltern. Statt meine Kritik zu kommentieren, sollten Sie endlich konkrete Antworten liefern“, so heute FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner und weiter: „Sie verweisen auf die Taskforce Wirtschaft, die als Genehmigungsturbo vorgestellt wurde. Was hat diese Taskforce konkret für den Lagerhaus Kahlschlag Aspang, Pernitz, Thomasberg und die weiteren betroffenen Standorte tatsächlich geleistet? Welche Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert werden?“
Auch die Bezirksbauernkammerobmänner Manuel Zusag und Thomas Handler müssten erklären, welche Maßnahmen sie zur Erhaltung der regionalen Lagerhaus-Strukturen gesetzt haben. „Besonders bemerkenswert ist die enge Vernetzung zwischen Bauernbund, Lagerhaus-Führung und Gemeindepolitik. BBK-Obmann Handler ist gleichzeitig geschäftsführender Gemeinderat in Thomasberg. Lagerhaus-Obmann Peter Stangl ist ÖVP-Gemeinderat in Warth und regelmäßig bei Veranstaltungen der bäuerlichen Interessenvertretung präsent. Wer wusste wann von den Schließungsplänen und warum wurde die Gemeinde Thomasberg nach eigener Darstellung überrascht?“, fragte Schmiedlechner.
Der FPÖ-Agrarsprecher forderte daher vier konkrete Maßnahmen:
- Vollständige Transparenz: Offenlegung der wirtschaftlichen Ergebnisse sämtlicher betroffener Filialen der vergangenen fünf Jahre, einschließlich Umsätzen, Kosten, Gewinnen, Verlusten und internen Verrechnungen.
- Unabhängige Prüfung: Kontrolle der Schließungsentscheidungen, möglicher Kostenverschiebungen, Immobilienbewertungen und Verkaufspläne sowie der wirtschaftlichen Alternativen.
- Personelle Konsequenzen: Rücktritt der verantwortlichen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Auch Geschäftsführer Harald Herber sowie die zuständigen Regional- und Spartenleiter müssen ihre Entscheidungen verantworten. Bei nachgewiesenen schwerwiegenden Managementfehlern sind personelle Konsequenzen notwendig.
- Standorte und Mitarbeiter schützen: Erhaltung wirtschaftlich lebensfähiger Filialen und regionaler Dienstleistungen sowie ein umfassender Sozialplan für unvermeidbare Kündigungen. ÖVP und Bauernbund müssen offenlegen, welche konkreten Schritte sie dazu unternommen haben.
„Wer Verantwortung trägt, muss auch dafür geradestehen. Die Kunden, Bauern und Mitarbeiter dürfen nicht die Zeche für mögliche Fehlentscheidungen bezahlen. Und was sagt eigentlich, die für Wirtschaft zuständige ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Verlust von Arbeitsplätzen und zur zunehmenden Ausdünnung der Versorgung im ländlichen Raum? Wo sind ihre konkreten Maßnahmen zur Sicherung regionaler Betriebe und Arbeitsplätze? Regionalität darf nämlich nicht bei Sonntagsreden enden, während vor Ort die Rollläden heruntergehen“, so Schmiedlechner.
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