- 22.10.2026, 10:57:02
- /
- OTS0097
Ebner/Schwindsackl: Pflege braucht Menschlichkeit und zukunftsfitte Strukturen
ÖVP-Bundesräte heute zum Thema Pflege in der Aktuellen Stunde im Bundesrat
Die Bedeutung einer hochwertigen, leistbaren und menschlichen Pflege betonten heute, Donnerstag, der oberösterreichische ÖVP-Bundesrat Franz Ebner und der steirische ÖVP-Bundesrat Ernest Schwindsackl in der “Aktuellen Stunde” des Bundesrats zur Pflege. Angesichts der steigenden Lebenserwartung und des wachsenden Pflegebedarfs braucht es zukunftsfitte Strukturen, eine Stärkung der Betreuung zu Hause und gezielte Maßnahmen zur Entlastung des Pflegepersonals.
Ebner, auch Landesgeschäftsführer des Oberösterreichischen Seniorenbunds, verwies auf die oberösterreichische Pflegestrategie “Betreuungsarchitektur 2040”, die auf Initiative von Soziallandesrat Christian Dörfel erarbeitet wurde. Bis 2040 wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ab 65 Jahren in Oberösterreich von derzeit rund 64.000 auf knapp 90.000 steigen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle IMAS-Seniorenumfrage, dass zwei Drittel der Befragten im Pflegefall mobile Dienste zu Hause bevorzugen. “Damit schließt sich die Lücke zwischen der ‘Pflege daheim’ und dem Pflegeheim. Altern in Würde und Selbstbestimmung in Österreich muss selbstverständlich sein”, so der Bundesrat.
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie sind die “Sorgenden Gemeinschaften”, in denen Gemeinden, Vereine, Nachbarschaft und mobile Dienste zusammenarbeiten, um etwa gemeinsame Mittagessen, Einkaufs- oder Fahrtendienste zu organisieren. Auch bei der Ausbildung und Personalgewinnung gibt es Fortschritte: Aktuell befinden sich mehr als 1.640 Personen in der Pflegeausbildung, rund 1.000 Absolventinnen und Absolventen werden allein heuer erwartet. Zudem ist die Zahl der aufgrund von Personalmangels leerstehenden Pflegebetten seit Ende 2022 von mehr als 1.300 auf rund 630 gesunken. Ergänzend setzt Oberösterreich auf Technologien wie Sturzsensoren, Telemedizin und digitale Pflegedokumentation, um Pflegekräfte im Alltag zu entlasten, unterstrich Ebner.
Der steirische ÖVP-Bundesrat Schwindsackl, auch steirischer Seniorenbundobmann, betonte die gesellschaftliche Verantwortung für eine menschenwürdige Pflege: “Pflege braucht keine Parteipolitik. Pflege braucht Hinwendung. Pflege braucht Menschlichkeit!” Österreich verfügt über eine gut ausgebaute Pflegelandschaft, muss das System aber konsequent weiterentwickeln und insbesondere mehr junge Menschen für Pflegeberufe gewinnen. Auch Schwindsackl unterstrich dabei den Grundsatz “Mobil vor stationär”: “Die meisten Menschen wollten möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben. Teilstationäre Angebote wie die Tagesbetreuung können soziale Kontakte fördern und pflegende Angehörige entlasten. Gleichzeitig bleibt die stationäre Pflege unverzichtbar, wenn eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist. Nicht die vorhandene Struktur soll bestimmen, welche Pflege ein Mensch erhält. Die Bedürfnisse der Menschen sollen bestimmen, welche Aufgaben wir schaffen“, betonte Schwindsackl. Ziel muss eine hochwertige, leistbare und für alle zugängliche Pflege auch für kommende Generationen sein. Abschließend dankte Schwindsackl dem Pflegepersonal für seinen Einsatz und hielt fest: ”Wir brauchen Pflegerinnen und Pfleger mit Hirn, Herz und Verstand!" (Schluss)
Rückfragen & Kontakt
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Telefon: +43 1 401 10-4439 bzw. +43 1 401 10-4432
Website: http://www.oevpklub.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK






