- 22.10.2026, 07:30:32
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Universitätsbudget 2028–2030: 16 Milliarden Euro sind zu wenig
Der Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten (UPV) warnt vor den Folgen des geplanten Universitätsbudgets von 16 Milliarden Euro für 2028 bis 2030. Zur Abfederung der Inflation und zur Sicherung des Status quo wären mindestens 18 Milliarden Euro nötig gewesen. Die Finanzierung unterschreitet den von der Universitätenkonferenz errechneten Bedarf um zwei Milliarden Euro, zudem sollen bisher gesondert finanzierte Aufgaben künftig aus diesem Rahmen gedeckt werden. Dabei steigen die Anforderungen: Im vergangenen Wintersemester verzeichneten Österreichs Hochschulen laut Statistik Austria mit 407.485 Studierenden einen Höchststand. Im jüngsten Studienjahr wurden 34.411 Bachelor- und 21.989 Masterstudien abgeschlossen. Die Einsparungen treffen vor allem das Personal: An den öffentlichen Universitäten können etwa 6.800 Stellen im wissenschaftlichen und allgemeinen Bereich nicht nachbesetzt werden oder müssen durch Kündigungen abgebaut werden, besonders betroffen sind Nachwuchswissenschaftler:innen. Der Personalausbau war ein gemeinsames Ziel von Politik und Universitäten, im Vertrauen darauf sind langfristige Verpflichtungen eingegangen worden. Diese Verlässlichkeit wird nun infrage gestellt. Die Folgen sind eingeschränkte Lehrangebote, überfüllte Lehrveranstaltungen und die Abwanderung qualifizierter Forschender. Auch die Forschung ist gefährdet: Eine unzureichende Grundfinanzierung schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit und erschwert die Einwerbung von Drittmitteln, die auf Infrastruktur, Personal und administrative Unterstützung angewiesen sind. Investitionen in Universitäten zahlen sich zudem aus: Laut WIFO übersteigen schon die Steuereinnahmen aus dem Universitätsbetrieb kurz- bis mittelfristig die Bundesmittel. Kürzungen gefährden die künftige Wertschöpfung und schwächen eine zentrale Grundlage der Demokratie. Der UPV fordert die Budgetverhandler:innen aller Parlamentsparteien auf, das Budget vor dem Beschluss im Nationalrat grundlegend nachzubessern und für 2028 bis 2030 eine inflationsgesicherte Finanzierung von mindestens 18 Milliarden Euro sicherzustellen. Eine verlässliche Finanzierung ist Voraussetzung dafür, dass Österreichs Universitäten ihre Aufgaben erfüllen und international bestehen können.
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Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen
Universitäten (UPV)
Univ.-Prof. Dr. Veronika Somoza, Vorsitzende des Präsidiums
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