- 21.10.2026, 13:15:03
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WKÖ-Schneider-Lugger: Lebensbegleitendes Lernen braucht klare Anreize
Schlüssel zur Fachkräftesicherung – WKÖ fordert praxisnahe Weiterbildung – Säulen des Bildungssystem müssen besser abgestimmt werden
Mit dem Start der Strategie für lebensbegleitendes/lebenslanges Lernen (LLL) 2040 setzt die Bundesregierung ein Signal für die Fachkräftesicherung und die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. „Technologischer Wandel, Digitalisierung und demografische Veränderungen machen laufende Qualifizierung und flexible Bildungswege über die gesamte Erwerbsbiografie hinweg unverzichtbar“, betont Melina Schneider-Lugger, Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren dabei: Die Weiterbildung muss stärker an den tatsächlichen Kompetenzbedarfen der Wirtschaft orientiert sein. Und Unternehmen müssen bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten gezielt unterstützt werden. Dazu wurden auch im Regierungsprogramm wesentliche Parameter fixiert. „Weiterbildung muss praxistauglich, niederschwellig und betriebsnah sein. Nur dann trägt sie wirksam zur Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit bei“, so Schneider-Lugger. Positiv bewertet die Wirtschaftskammer die geplante Vereinfachung und höhere Transparenz der Förderlandschaft sowie den weiteren Ausbau der Höheren Beruflichen Bildung (HBB).
Bildungswege besser verzahnen
Die LLL-Strategie muss zudem das Zusammenwirken der unterschiedlichen Säulen des Bildungssystem sicherstellen. Dazu zählen mehr Durchlässigkeit, die Anerkennung formaler und nicht-formaler Bildungswege, der Bereich der Qualifizierung sowie eine bessere Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen und Erwachsenenbildung beim Erwerb von Berufsabschlüssen. Die LLL-Strategie müsse zudem in einem engen Zusammenspiel mit der Industrie- und Fachkräftestrategie gesehen werden.
Bildungsprämie als Anreiz für Betriebe
In der Finanzierung von Weiterbildung spricht sich die WKÖ für eine Bildungsprämie als Anreiz aus: Unternehmen sollen bis zu 20 Prozent ihrer betrieblich veranlassten und finanzierten Weiterbildungskosten über das Abgabenkonto gutgeschrieben bekommen. Damit sollen betriebliche Weiterbildungsaktivitäten gezielt angeregt werden. „Wer lebensbegleitendes Lernen stärken will, muss Betriebe unterstützen“, so Schneider-Lugger. (PWK546/HSP)
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