- 21.10.2026, 12:15:02
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Götze/Grüne: Statt Öffi-Preisbremse macht SPÖ in Wien Öffifahren mit unsozialer Tariferhöhung zum Luxus
Nicht nur Jahreskarte: Einzelfahrschein und Mobilpass für Wenigverdienende werden besonders stark verteuert– Abkassieren bei Senior:innen bleibt
„Wiens SPÖ-geführte Regierung bittet die Öffi-Fahrgäste wieder zur Kassa. Das ist der nächste Schlag für alle, die auf die Wiener Öffis angewiesen sind: Laut aktuellem Tarifentwurf soll die Jahreskarte ab 2027 rund 483 Euro kosten. Nachdem der Preis erst heuer von 365 auf 467 Euro gestiegen ist, sollen die Wiener:innen schon wieder tiefer in die Tasche greifen. Das ist keine vorausschauende Verkehrspolitik, sondern eine fortgesetzte Belastung der Öffi-Fahrgäste“, kritisiert Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen.
„Und vorgegangen werden soll dabei laut Tarifentwurf besonders ungerecht: Die Jahreskarte der Stammkund:innen wird wieder verteuert, Wien bleibt damit bundesweit an der Spitze der Öffi-Teuerung. Auch das unverschämte Abkassieren bei Senior:innen bleibt, der Einzelfahrschein wird weit über der Inflationsrate verteuert, ebenso die digitale Jahreskarten-Variante, obwohl diese doch weniger Aufwand bei der Stadt verursacht. Dass die SPÖ aber das Mobilpass-Ticket für Wenigverdienende und Armutsbetroffene gleich um das mehr als Fünffache der Inflationsrate hinaufschnalzen will, ist ein besonderer Offenbarungseid. Ihr soziales Gewissen hat die SPÖ offenbar abgegeben“, kritisiert Götze.
„Die Stadt Wien sollte ihren Öffi-Kund:innen dankbar sein, denn diese tragen massiv zur Eindämmung der Verkehrsprobleme in der Stadt bei, die durch fossile, betonverliebte SPÖ-Politik von Minister Hanke und Bürgermeister Ludwig in Bund und Land entstehen. Wer die Tickets Jahr für Jahr verteuert und nur auf eine Spritpreisbremse und nicht auch auf eine Öffi-Preisbremse setzt, trifft besonders die, die keine Alternative haben, und verschärft die Mobilitätsarmut massiv.“
Götze fordert daher dringend eine Öffi-Preisbremse: „Bei den Spritpreisen hat die Bundesregierung eine Bremse beschlossen. Für Öffi-Fahrgäste gibt es keine vergleichbare Entlastung. Sie zahlen immer mehr. Das ist nicht gerecht – und es ist eine politische Entscheidung. Die Politik und insbesondere die Wiener SPÖ, die hier wie dort verkehrspolitisch am Ruder sitzt, muss sich an ihre soziale Verantwortung erinnern und diese unsoziale Preisspirale sofort stoppen.“
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