- 21.10.2026, 10:56:32
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Startschuss für mehr Bildungschancen in allen Lebensphasen
Holzleitner, Hattmannsdorfer und Wiederkehr setzen auf besseren Bildungszugang, starke Erwachsenenbildung und neue Chancen in allen Lebensphasen
Bis zu 1,7 Millionen Erwachsene in Österreich verfügen über unzureichende Lesekompetenzen. Das schränkt ihre Möglichkeiten im Beruf und im Alltag ein und erschwert die gesellschaftliche Teilhabe.
Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss oder der Berufsausbildung. Mit einer neuen Österreichischen Strategie zum lebensbegleitenden Lernen (LLL-Strategie 2040) will die Bundesregierung allen Menschen den Zugang zu Weiterbildung erleichtern, Bildungsangebote besser aufeinander abstimmen und die Erwachsenenbildung als gleichwertige Säule des österreichischen Bildungssystems stärken.
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer haben heute den gemeinsamen Strategieprozess gestartet. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen für lebensbegleitendes Lernen bis 2040 zu entwickeln.
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner: ”Bildung darf keine Frage des Alters oder der persönlichen Lebensumstände sein. Alle Menschen sollen die Chance haben, sich weiterzubilden, neue Fähigkeiten zu erwerben und neue Wege einzuschlagen. Dafür braucht es leistbare, niederschwellige Bildungsangebote und eine starke gemeinnützige Erwachsenenbildung, die Menschen in allen Lebensphasen erreicht.“
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer: ”Im Wettbewerb von morgen bestehen wir nur mit den besten Köpfen und deren Fähigkeiten. Wir investieren daher gezielt in die Weiterbildung und eröffnen, ganz ohne zusätzlicher Belastungen für die Betriebe, neue berufliche Chancen, unterstützen Betriebe bei der Fachkräftesicherung und nutzen gemeinsam die Chancen des technologischen Wandels. Denn: Österreichs Betrieben fehlen rund 155.000 Fachkräfte. Gleichzeitig verändern künstliche Intelligenz und neue Technologien unsere Arbeitswelt grundlegend. Dabei dürfen wir weder die Menschen noch unsere Unternehmen alleine lassen.“
Bildungsminister Christoph Wiederkehr: "Lebenslanges Lernen beginnt nicht erst im Erwachsenenalter, sondern in der Schule. Kinder und Jugendliche benötigen einerseits ein stabiles Fundament: Lesen, Schreiben, Rechnen sowie den souveränen Umgang mit digitalen Technologien. Diese Grundkompetenzen sind entscheidend, um Chancen zu nutzen, eigene Ideen auszudrücken und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Weiters verankern das Bewusstsein für lebensbegleitendes Lernen noch deutlicher in den neuen Lehrplänen. Schule muss mehr vermitteln als Wissen: Sie soll junge Menschen dazu befähigen, selbstständig zu lernen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Lernerfahrungen zu reflektieren. So stärken die Bereitschaft, sich ein Leben lang weiterzuentwickeln.“
Erwachsenenbildung stärken, Chancen eröffnen
Die neue Strategie soll allen Menschen einen leistbaren und barrierefreien Zugang zu Bildung ermöglichen – unabhängig von Alter, sozialer Lage oder persönlichen Lebensumständen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der gemeinnützigen Erwachsenenbildung, die Menschen in ganz Österreich erreicht und Bildungswege auch außerhalb formaler Bildungseinrichtungen eröffnet.
Ab November 2026 erarbeiten fünf Arbeitsgruppen konkrete Ziele und Maßnahmen. Dabei werden unter anderem die Themen Bildungszugang, Erwachsenenbildung, Durchlässigkeit zwischen Bildungsbereichen, Fachkräftesicherung sowie Qualität und Wirkung behandelt. Auch Bundesländer, Sozialpartner, Wissenschaft und weitere relevante Akteurinnen und Akteure werden eingebunden.
Die fertige Strategie soll bis Ende 2027 vorliegen. Erste Maßnahmen sollen ab 2028 umgesetzt werden.
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: [email protected]
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