• 20.10.2026, 13:32:32
  • /
  • OTS0143

FVEK zu Economica-Studie: Österreichischer Sonderweg beim EEG-V hätte einen hohen Preis für Wirtschaft und Haushalte

WKÖ-Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie fordert kosteneffiziente und technologieoffene Umsetzung der EU-Vorgaben im Verkehr

Wien (OTS) - 

Die heute präsentierte Studie von Economica im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zu den volkswirtschaftlichen Effekten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – Verkehr (EEG-V) liefert aus Sicht des Fachverbandes der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) in der WKÖ ein eindeutiges Ergebnis: Ob Österreich die EU-Klimavorgaben im Verkehrsbereich mit Augenmaß oder mit nationalen Verschärfungen umsetzt, macht volkswirtschaftlich einen erheblichen Unterschied.

Was der EEG-V-Entwurf an der Tankstelle kosten könnte

Die modellierten Kraftstoffpreise zeigen, wie deutlich dieser Unterschied ausfallen könnte: Gegenüber einer Umsetzung der europäischen Vorgaben über das Treibhausgasminderungsziel kostet der Liter Diesel im EEG-V-Szenario im Jahr 2035 95 Cent mehr, der Liter Benzin 86 Cent mehr. Am stärksten wäre der gewerbliche Personen- und Güterverkehr davon betroffen. Über höhere Transportkosten schlagen die Kraftstoffpreise jedoch auch auf andere Branchen und schließlich auf die privaten Haushalte durch. Die Studie zeigt zudem, dass einkommensschwächere Haushalte gemessen an ihrem Einkommen überproportional belastet würden.

„Ein nationaler Alleingang beim EEG-V kostet Wertschöpfung, belastet Betriebe und trifft gerade jene Haushalte am stärksten, die ohnehin wenig Spielraum haben. Wir bekennen uns klar zu den europäischen Klimazielen, aber sie müssen so umgesetzt werden, dass Österreich wettbewerbsfähig bleibt und unsere Versorgung gesichert ist“, betont Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie.

Technologieoffenheit als Schlüssel

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III lässt den Mitgliedstaaten für 2030 zwei Wege zur Zielerreichung im Verkehr offen: einen Anteil von mindestens 29 Prozent anrechenbarer erneuerbarer Energie oder eine Senkung der Treibhausgasintensität um mindestens 14,5 Prozent. Diese Vorgaben gilt es möglichst kosteneffizient umzusetzen. Der vorliegende EEG-V-Entwurf geht jedoch in wesentlichen Punkten darüber hinaus und schränkt die Möglichkeiten zur Zielerfüllung ein.

Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der Mobilitätswende, allein wird sie die Aufgabe aber nicht bewältigen. Selbst bei einem ambitionierten Hochlauf werden laut Studienannahme im Jahr 2035 noch rund 75 Prozent der Pkw und rund 78 Prozent der Nutzfahrzeuge mit flüssigen Kraftstoffen betrieben. Erneuerbare Kraftstoffe und weitere zulässige Technologien müssen daher fixer Bestandteil der Umsetzung sein, nicht zuletzt im Sinne der Versorgungssicherheit: „Dafür brauchen wir alle verfügbaren Technologien und keine zusätzlichen nationalen Hürden. Elektromobilität, Wasserstoff und erneuerbare Kraftstoffe müssen gleichermaßen nutzbar bleiben“, so FVEK-Geschäftsführerin Hedwig Doloszeski abschließend. (PWK564/JHR)

Rückfragen & Kontakt

Digital Media & Communication
Pressestelle
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590 900 – 4462
[email protected]

https://www.wko.at/oe/news/start

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel