- 20.10.2026, 09:55:02
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Gewerkschaften PRO-GE und GPA zu Ardo: Beschäftigte brauchen eine Zukunftsperspektive
Ankündigungen zu möglichen Lösungen sind positives Signal – Kritik an Blockade-Haltung des belgischen Konzerns
Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE und die Gewerkschaft GPA begrüßen, dass Bund und Land weiterhin nach Lösungen suchen, um die heimische Tiefkühlgemüseproduktion im Marchfeld zu erhalten. Für die Gewerkschaften steht dabei vor allem die Zukunft der von der Schließung betroffenen Ardo-Beschäftigten im Mittelpunkt.
„Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen Respekt und faire Perspektiven für ihre Zukunft. Deshalb ist es wichtig, alle Optionen ernsthaft zu verfolgen. Besonders wenn es Investoren oder andere Lösungen gibt, die Arbeitsplätze erhalten können“, sagen die beiden Gewerkschaftsvorsitzenden Reinhold Binder (PRO-GE) und Barbara Teiber (GPA).
Rund 190 Beschäftigte sowie etwa 50 Leiharbeitskräfte sind direkt von den Schließungsplänen des Ardo-Werks betroffen. Die Gewerkschaften kritisieren daher die Blockade-Haltung des belgischen Konzerns gegen eine Übernahme des Werks scharf und fordern das Unternehmen erneut auf, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken und Gespräche über eine mögliche Fortführung des Standorts zu ermöglichen.
„Wer einen Standort schließen will, trägt trotzdem Verantwortung für die Arbeitnehmer:innen in diesem Betrieb. Es darf jetzt nicht darum gehen, eine Entscheidung möglichst rasch durchzuziehen, sondern darum, alle Möglichkeiten zum Erhalt von Arbeitsplätzen auszuloten“, so Binder und Teiber.
Parallel dazu laufen die Sozialplanverhandlungen weiter. Auch hier sehen die Gewerkschaften deutlichen Verbesserungsbedarf. „Solange es eine Chance auf den Erhalt des Standorts gibt, kämpfen wir dafür. Gleichzeitig erwarten wir, dass Ardo bei den Sozialplanverhandlungen endlich ein Angebot vorlegt, das der langjährigen Leistung der Beschäftigten gerecht wird“, betonen Binder und Teiber.
„Auch das Land Niederösterreich muss jetzt einen Beitrag zur Unterstützung der Beschäftigten leisten und endlich eine permanente Arbeitsstiftung auf den Weg bringen. Wer gerade um seinen Arbeitsplatz fürchtet, darf nicht auch noch auf die Politik warten müssen!“, so Teiber und Binder weiter. „Die Beschäftigten haben schon genug Sorgen. Sie müssen sich zumindest darauf verlassen können, dass sie im Fall eines Arbeitsplatzverlustes auch auf die Unterstützung zählen können, die sie brauchen“, betonen Teiber und Binder abschließend.
Rückfragen & Kontakt
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
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Gewerkschaft GPA - Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon: 0676 817 111 368
E-Mail: [email protected]
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