• 15.10.2026, 14:30:33
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FPÖ – Dieringer: „Brüsseler Online-Plattform für Frauen rettet keinen einzigen Bauernhof“

„Starke Frauen braucht das Land – aber keine feministische EU-Symbolpolitik“

Wien (OTS) - 

„Österreich braucht Frauen, die bereit sind, landwirtschaftliche Betriebe zu übernehmen. Was wir nicht brauchen, ist ein weiteres Brüsseler Potemkinsches Dorf, mit der sich die EU gleichzeitig als Frauenförderer und Bauernfreund inszenieren kann“, erklärt die FPÖ-Europaabgeordnete Elisabeth Dieringer.

Der Handlungsbedarf ist nämlich im internationalen UN-Jahr der Bäuerinnen (International Year of the Woman Farmer 2026) unbestritten. In Österreich werden offiziell bereits rund 36 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe mehr oder weniger von Frauen geleitet. Gleichzeitig geht das Höfesterben voran, viele Betriebsleiter stehen vor dem Pensionsalter und bei zahlreichen Höfen ist die Nachfolge ungeklärt. „Genau hier müsste auch die EU-Politik ansetzen, nämlich bei der Frage, ob sich ein Hof für die nächste Generation überhaupt noch rechnet. Wenn Bauern unter EU-Bürokratie und EU-Auflagen leiden, hilft ihnen kein Gleichstellungsgequatsche aus Brüssel“, so Dieringer.

Besonders fragwürdig ist deshalb die 2026 von der EU-Kommission gestartete Plattform „Women in Farming“. Rund 460 Mitglieder aus 25 Mitgliedsstaaten bei dem Portal sind ein eher jämmerliches Zeichen europaweiter Resonanz. „Man hat den Eindruck, dass hier vor allem ein politisches Schaufenster geschaffen wurde. Die EU kann so behaupten, sie tue etwas für die Landwirtschaft und gleichzeitig etwas für ihre Gleichstellungsagenda. Nur, einen einzigen Hof rettet man damit noch nicht“, meint Dieringer als Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM). Und weiter: „Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, wie man Frauen ideologisch ‚empowert‘, sondern wie man ihnen die Arbeit in der Landwirtschaft unter dem Regime der Regulierungen des Brüsseler GreenDeal attraktiv machen könnte.“

„Starke Bäuerinnen braucht das Land. Aber die wachsen weder auf Bäumen, noch kommen sie aus den Brüsseler Genderprogrammen. Bäuerinnen gibt es da, wo sich Leistung lohnt, Eigentum geschützt wird und ein Bauernhof wieder eine familiäre, ökonomische und traditionsbezogene Zukunftsperspektive bietet“, stellte Dieringer klar.

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