• 15.10.2026, 13:20:38
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Lindinger: Heimische Schweinebauern brauchen faire Marktchancen und Planungssicherheit

ÖVP-Abgeordneter: Exportmärkte absichern, öffnen und erweitern - für ein schlagkräftiges Investitionsprogramm

Wien (OTS) - 

"Die heimischen Schweinebauern brauchen faire Marktchancen, verlässliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Perspektiven. Übermengen am europäischen Markt, Exportbeschränkungen infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien und Deutschland sowie Handelskonflikte und China-Zölle setzen die Branche unter Druck. Deshalb müssen Exportmärkte abgesichert, geöffnet und erweitert bzw. neu erschlossen werden. Wir brauchen Zugänge zu Märkten, um unsere Produkte auch absetzen zu können. Das gilt für europäische, asiatische und weitere internationale Märkte“, betonte ÖVP-Abg. Klaus Lindinger anlässlich der Nationalratsdebatte.

Für Österreich wäre insbesondere ein Regionalisierungsabkommen mit China wichtig. Bei einem ASP-Ausbruch würde dann nur die betroffene Region für Exporte gesperrt und nicht automatisch das ganze Land. "Gleichzeitig müssen wir unsere Betriebe vor weiteren Belastungen schützen. Unsere gesetzlichen Tierwohl- und Umweltstandards gehen in vielen Bereichen über die europäischen Mindestanforderungen hinaus – etwa beim AMA-Gütesiegel oder bei den Tierwohlprogrammen. Das Projekt IBeST – Innovative besonders tierfreundliche Schweinehaltung – unterstreicht beispielsweise unseren Anspruch, auf einer bereits hohen gesetzlichen Grundlage mit innovativen Lösungen die Haltungsbedingungen für Schweine weiter zu verbessern. Darauf können wir stolz sein. Aber diese Standards kosten Geld. Weitere Verschärfungen können unsere Schweinebauern in dieser angespannten Situation nicht verkraften.“

Bis 2034 stehen umfangreiche Anpassungen in der Schweinehaltung an. Jahrelange Debatten und Unsicherheit haben die Investitionsbereitschaft gebremst. “Deshalb braucht es in der kommenden Förderperiode ein schlagkräftiges Investitionsprogramm für die Schweinehaltung und langfristig verlässliche Vorgaben”, unterstreicht Lindinger.

“Wer heimisches Schweinefleisch und Lebensmittel mit hohen Standards will, muss unseren Familienbetrieben ermöglichen, diese wirtschaftlich zu erzeugen! Jeder von uns trägt beim täglichen oder wöchentlichen Einkauf selbst Verantwortung. Je öfter wir zu Importware greifen, desto schwerer machen wir es unseren heimischen Familienbetrieben, wirtschaftlich zu bestehen. Deshalb müssen wir das Bewusstsein für österreichische Lebensmittel stärken – bei Konsumenten genauso wie in Handel, Gastronomie und öffentlichen Küchen. Wer unsere Bauern stärkt, erhält auch unsere Regionen. Ohne Bewirtschaftung verlieren wir nicht 'nur‘ unsere Lebensmittelproduzenten, es verschwindet auch die Kulturlandschaft. Damit verliert auch der Tourismus eine wesentliche Grundlage. Handwerker und Verarbeiter verlieren Aufträge, und die regionale Wirtschaft leidet. Wer unsere Landschaft, unsere Regionen und unsere Lebensmittelversorgung erhalten will, muss auch die Menschen stärken, die dahinterstehen”, so der Abgeordnete weiter.

Klimawandelanpassung braucht wirtschaftliche Grundlagen

“Klimawandelanpassung ist notwendig. Unsere Bäuerinnen und Bauern spüren Trockenheit, Hitze und Starkregen unmittelbar auf ihren Feldern und in ihren Wäldern. Sie haben selbst das größte Interesse daran, ihre Betriebe widerstandsfähiger zu machen. Dafür brauchen sie eine gesicherte wirtschaftliche Grundlage. Mit dem Dürrehilfepaket von 240 Millionen Euro unterstützen wir Betriebe, die massive Ernteausfälle verkraften müssen. Im Gegensatz zur FPÖ haben wir Verantwortung übernommen und liefern Ergebnisse”, schloss Lindinger. (Schluss)

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