• 15.10.2026, 12:56:32
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Zadić/Hammer: Grüne fordern rasches Verbot von Ewigkeitschemikalien

Greenpeace Händlerbefragung zeigt, dass PFAS-freie Produkte möglich sind

Wien (OTS) - 

„Ewigkeitschemikalien (PFAS) sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Sie haben in unseren Alltagsprodukten nichts verloren. Umso erfreulicher ist es, dass Händler freiwillig vorangehen und zeigen, dass es auch ohne geht. BIPA verzichtet bei seinen Eigenmarken auf den Einsatz von PFAS, bei dm sind nur noch drei Produkte betroffen. Das widerlegt die Behauptung, ein Ausstieg aus diesen problematischen Chemikalien sei nicht ohne wirtschaftliche Nachteile machbar“, betont Alma Zadić, Sprecherin der Grünen für Konsument:innenschutz, anlässlich der aktuellen Greenpeace-Händlerbefragung.

„Wer Verantwortung übernimmt und PFAS aus seinen Produkten verbannt, verdient Anerkennung. Aber Freiwilligkeit allein reicht nicht. Während BIPA vorangeht und auch dm nachziehen will, bleibt Müller intransparent und gibt keine Auskunft zur Verwendung der giftigen Chemikalien in seinen Produkten. Das zeigt, warum wir uns beim Schutz der Konsument:innen nicht allein auf den guten Willen einzelner Unternehmen verlassen dürfen“, sagt Zadić.

Es brauche daher ein rasches nationales Verbot von PFAS in Kosmetik- und anderen Konsumprodukten, wie in anderen EU-Ländern bereits umgesetzt.

„Ewigkeitschemikalien sind eine tickende Zeitbombe für unsere Gesundheit und die Umwelt. Wie der Name schon sagt, verschwinden sie nicht mehr. Wir können nicht darauf warten, bis gesundheitsgefährdende Höhen erreicht werden. Der Umweltminister Norbert Totschnig muss jetzt handeln: Er muss Verantwortung übernehmen und ein möglichst umfassendes Verbot aller PFAS auf nationaler und auch auf EU-Ebene auf den Weg bringen“, fordert Lukas Hammer, Umweltsprecher der Grünen.

Zudem fordern die Grünen klare, verbindliche Vorgaben für alle Händler: Sie müssen ihre Lieferanten zum Ausstieg aus bewusst eingesetzten PFAS verpflichten und durch regelmäßige Kontrollen sicherstellen, dass die Ewigkeitschemikalien nicht weiter in den Regalen landen.

„Verantwortungsvolle Unternehmen handeln, während andere jede Transparenz vermissen lassen. Die Politik muss für alle dieselben klaren Regeln schaffen. Dafür machen wir Grüne uns stark, denn die Regierung bleibt bislang völlig untätig. PFAS-freie Produkte sind möglich, also gibt es keinen Grund, den Schutz der Menschen und unserer Umwelt länger zu blockieren“, hält Zadić fest.

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