• 15.10.2026, 12:24:03
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FPÖ - Linder: „Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Vieh und Hof!“

Linder fordert Entlastung der Bauern, umfassende Herkunftskennzeichnung und einen Systemwechsel in der Agrarpolitik

Wien (OTS) - 

Bei seiner heutigen Rede im Nationalrat zum Grünen Bericht kritisierte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Maximilian Linder die zunehmende bürokratische Belastung der heimischen Landwirtschaft und den agrarpolitischen Kurs der ÖVP. „Die Situation unserer Bauern lässt sich nicht schönreden. Wer selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, weiß, wie groß der wirtschaftliche Druck und die Belastung durch immer neue Vorschriften sind. Unsere Bauern brauchen weniger Formulare und mehr Zeit für Vieh und Hof“, betonte Linder.

Die Bürokratie koste die Landwirte nicht nur wertvolle Arbeitszeit, sondern führe auch zu einer ständigen Sorge vor Fehlern und finanziellen Konsequenzen. „Die Angst vor Sanktionen und Rückzahlungen begleitet viele Bauern tagtäglich. Habe ich alles richtig ausgefüllt? Habe ich alle Vorgaben erfüllt? Muss ich mit Konsequenzen rechnen? Diese Belastung muss endlich ernst genommen werden“, forderte Linder.

Linder sprach sich zudem für eine verpflichtende, umfassende Herkunftskennzeichnung aus und kritisierte die Haltung der ÖVP: „Gerade bei der Herkunftskennzeichnung zeigt sich, wie wenig sich der Bauernbund gegenüber dem Wirtschaftsbund durchsetzt. Unsere Bauern brauchen klare Rahmenbedingungen und eine Politik, die ihre Interessen konsequent vertritt.“

Auch zum Mercosur-Abkommen bekräftigte Linder seine ablehnende Haltung. Die Interessen der heimischen Landwirtschaft dürften wirtschaftspolitischen Interessen anderer Branchen nicht untergeordnet werden. „Unsere Bauern müssen hohe Standards erfüllen. Gleichzeitig sollen sie mit Importen konkurrieren, die unter anderen Bedingungen produziert werden. Das ist der falsche Weg“, so Linder.

Kritik übte Linder außerdem an der Abwicklung landwirtschaftlicher Fördergelder über Vereine im Umfeld von Bauernbund und ÖVP. „Geld, das für die Bauern bestimmt ist, muss bei den Bauern ankommen. Es darf nicht dazu dienen, schwarze Vereinsstrukturen mitzufinanzieren. Hier braucht es Transparenz und einen Systemwechsel“, so Linder.

Beim Dürrehilfspaket stellte Linder den angekündigten Hilfen von 140 Millionen Euro den von ihm kritisierten Entfall von insgesamt 250 Millionen Euro über fünf Jahre für die bäuerliche Sozialversicherung gegenüber. „Den Bauern Hilfe zu versprechen und gleichzeitig ihrer Sozialversicherung Mittel zu entziehen, lässt sich nicht als Erfolg verkaufen. Auch höhere Krankenversicherungsbeiträge der Bauernpensionisten sind keine Entlastung, sondern eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen“, so Linder.

„Die ÖVP nimmt selbst Nachteile für die Bauern in Kauf, um an der Macht zu bleiben. Unsere Landwirtschaft braucht endlich eine Politik, die den bäuerlichen Familienbetrieben den Rücken stärkt. Dafür ist ein grundlegender Systemwechsel notwendig“, betonte Linder abschließend.

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