- 15.10.2026, 12:11:03
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Meilenstein für europäischen Strommarkt: Neue Berechnungsmethode verbessert kurzfristigen Stromhandel und die Integration Erneuerbarer
APG leistet weiteren wichtigen Beitrag zu effizienter Nutzung grenzüberschreitender Netzkapazitäten und Betriebssicherheit im europäischen Stromsystem

Seit 14. Oktober 2026 ist die neue Core Intraday Kapazitätsberechnung IDCC(e) in Betrieb. Ziel ist, die vorhandene Netzinfrastruktur unter Wahrung der Betriebssicherheit möglichst effizient und optimiert für den grenzüberschreitenden Handel zu nutzen. Dadurch kann Strom aus stark schwankender erneuerbarer Erzeugung noch besser ins Sytem integriert werden.
Österreichs Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) war federführend an der Entwicklung und Umsetzung der Methode beteiligt, mithilfe derer mehrmals täglich verfügbare Kapazitäten für den grenzüberschreitenden Intraday-Stromhandel berechnet werden: „Entscheidend für einen funktionierenden Intraday-Markt ist – neben der Wahrung der Betriebssicherheit – die Kenntnis darüber, welche Netzkapazitäten jeweils aktuell tatsächlich verfügbar sind, um diese optimiert und sicher für die Marktteilnehmer nutzbar zu machen,“ konstatiert Harald Köhler, Leiter der Abteilung Systemmanagement bei APG, und erläutert: „Unser Ziel ist es, die Grenzkapazitäten so aktuell wie möglich zu kalkulieren, um flexibel auf kurzfristige Änderungen im Stromsystem reagieren zu können. Das ist besonders wichtig, wenn die tatsächliche Stromerzeugung oder der Verbrauch von den Prognosen abweichen – etwa aufgrund kurzfristiger Wetteränderungen – oder es zu Ausfällen von Leitungen oder Kraftwerken kommt. Der Intraday-Markt spielt damit eine zunehmend wichtige Rolle für die Integration erneuerbarer Energien und ist ein wichtiger Baustein der versorgungssicheren Energiewende.”
Enge europäische Zusammenarbeit sichert Betrieb und Versorgung
Insgesamt 18 europäische Übertragungsnetzbetreiber haben mit dem heutigen Tag den fünften und letzten Prozess der koordinierten Intraday-Kapazitätsberechnungen IDCC für den kurzfristigen Stromhandel in der europäischen Kapazitätsberechnungsregion Core umgesetzt: 50Hertz Transmission, Amprion, Creos Luxemburg, ČEPS, ELES, EirGrid, Elia, HOPS, MAVIR, PSE, RTE, SEPS, SONI, TenneT TSO, TenneT TSO B.V., Transelectrica, TransnetBW und APG berechnen gemeinsam, welche verfügbaren grenzüberschreitenden Netzkapazitäten bereitgestellt und möglichst effizient für den europäischen Stromhandel genutzt werden können. In die Berechnungen fließen jeweils aktuelle Netz-, Markt- und Prognosedaten ein.
„Die nunmehr erfolgreiche vollständige Umsetzung von IDCC zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der europäischen Übertragungsnetzbetreiber für einen funktionierenden und integrierten Strommarkt ist. Als APG leisten wir damit einen konkreten Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur weiteren Integration der europäischen Strommärkte“, betont Köhler.
Die letzte Neuerung im Detail: Daten-Aktualisierung bis 16:00 Uhr
Im IDCC(e) Prozess werden die grenzüberschreitenden Intraday-Kapazitäten für die Marktzeiteinheiten von 18:00 bis 24:00 Uhr neu evaluiert. Die Ergebnisse stehen gegen 16:00 Uhr am Liefertag zur Verfügung. Für Österreich betrifft dies die Gebotszonengrenzen zu Deutschland, Tschechien, Ungarn und Slowenien.
Weitere Informationen unter: Core Pressemitteilung
Über Austrian Power Grid AG
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
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